Wie es wirklich war…

Viele von Euch kennen bestimmt die legendäre Geschichte um den texanischen Geschäftsmann Andrew „Andy“ Beal. Zwischen 2001 und 2004 sowie in 2006 forderte er die gesamte Highstakeselite aus Las Vegas zu wahnwitzigen Heads Up Matches heraus. Die Blinds ließen das Spiel in Bobby´s Room wie Kneipenpoker aussehen – es wurde zwischen $30.000/60.000 und $100.000/200.000 gespielt. Beal hatte teilweise einen großartigen Lauf, spielte aber auch nicht gerade schlecht. Außerdem hoffte er, dass sich die Vegas Pros bei diesen Beträgen nicht mehr wohlfühlten und sich das auf Ihr Spiel auswirkt. Am Anfang lief es Bombe, Beal ist in den Annalen der Pokergeschichte der Spieler, der wahrscheinlich den größten Pokergewinn an einem Tag verbuchen konnte, gigantische 11.7 Millionen Dollar am 13. Mai 2004. Damals spielte er gegen Chip Reese, Hamid Dastalmachi, Gus Hansen und Jennifer Harmann.

Neulich erzählte uns Barry Greenstein ein weiteres interessantes Detail zum Pokermatch des Jahrhunderts. Die sogenannte „Corporation“, die Pokerpros die Ihre Bankroll zusammenlegte um gegen Beal zu spielen und abwechselnd gegen Ihn anzutreten, war fast broke. Beal hatte Ihnen fast $14 Millionen Dollar abgenommen und einige der Beteiligten wollte aussteigen um die Verluste zu begrenzen als man sich dann doch entschied, einen letzten Versuch mit dem Pokerterminator Phil Ivey zu unternehmen.

Phil war jedoch nicht der ausgewiesene Limit Holdem Spezialist in der Corporation, also entschied man sich ein Limit bei $ 6 Millionen Dollar zu setzen – wenn Ivey soweit down wäre, sollte abgebrochen werden. Nach nur wenigen Stunden Spiel erhielt Barry einen Anruf von Ivey, der ungefähre Wortlaut : „Barry, i`m down over $7 Million but i got this guy, lock the doors leave me alone – i will play this guy till the end no matter what“…

Ivey setzte sich also über die Abmachung mit seinen Partnern hinweg und konnte tatsächlich einen Gewinn von $ 16.6 Millionen in dieser Session gegen Beal verbuchen. Heute sind Ihm seine Kollegen dafür überaus dankbar – was wohl passiert wäre wenn Phil alles in den heißen Wüstensand gesetzt hätte….

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