Das ging „mega“ in die Hose: Terry Watanabe verliert 112 Millionen Dollar in Las Vegas und geht vor Gericht

terrance-watanabe1Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Jetzt macht der unglaubliche Fall des Unternehmers Terry Watanabe (52, rechts im Bild neben seinem Anwalt) Schlagzeilen, der 112 Millionen Dollar in den Casinos der Harrah´s Gruppe verloren haben soll und nun dagegen klagt. Wie konnte es soweit kommen und wer ist Terry Watanabe?

Terry Watanabe übernahm im Jahr 1977 die Firma „Oriental Trading Company“ seines Vaters Harry Watanabe in Omaha im Bundesstaat Nebraska. Das einzige was man mit Spielleidenschaft während der beruflichen Karriere von Watanabe verbinden konnte, war der Name seiner Herkunftsstadt. Nicht deutete bis zum Verkauf seines Firmenimperiums darauf hin, dass der japanisch-stämmige Watanabe einmal als Mega-Gambler in die Geschichte von Las Vegas eingehen würde.

Doch es scheint so zu sein, als hätte Terry nach dem Verkauf seiner gesamten Anteile im Jahr 2000 an die Private Equity Firma Brendwood Associates zu viel Geld und vor allen Dingen zu viel Langeweile gehabt. Der heute 52-jährige, gibt die Schuld an seinem Mega-Verlust aber den seiner Meinung nach kriminellen Machenschaften der Harrah´s-Gruppe bzw. der Casinomitarbeiter des Rio Hotels und des Caesar´s Palace, in denen er laut eigener Aussage 112 Millionen Dollar verspielt hat.

Nun klagt er gegen die Harrah´s Gruppe und wirft dieser vor, ihn fortwährend fahrlässig mit Alkohol und Medikamenten versorgt zu haben und die Limits an den Spieltischen immer weiter erhöht zu haben, um an seinen Reichtum zu gelangen. Laut dem Gesetzbuch in Nevada ist es verboten, einen Spielsüchtigen wissentlich immer weiter spielen zu lassen, insbesondere dann, wenn dieser nicht Herr seiner Sinne ist.

Die Gegenseite wirft Watanabe unter anderem vor, nicht gedeckte Checks eingelöst zu haben. Die Harrah´s Gruppe hatte Watanabe mit einem luxuriösen Apartment, 15 Prozent Rakeback auf seine Verluste und Vorschüssen von bis zu 3 Millionen Dollar, die erst in 60 Tagen rückzahlbar waren, an die Tische gelockt.

Wie dieser spektakuläre Prozess ausgeht – steht noch in den Sternen…

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