Bad Beat Woche für US Poker

Bad Beat Woche

Die beste Woche ist das nicht für die amerikanischen Pokerspieler. Während im US-Kongress angeblich heiß diskutiert wird, ob und wie Online-Poker wieder legalisiert und lizenziert wird, haben die Gesetzgeber in den vergangenen Tagen wieder mal den Paragraphenknüppel ausgepackt.

Die erste Hiobsbotschaft verkündete die amerikanische Ausgabe der „Financial Times“ am Montag. „Bundesgericht leitet Untersuchung gegen Internet Poker Site ein“ war da zu lesen. Von Vergehen gegen verschiedene Glücksspiel-Gesetze in mehreren Bundesstaaten und  sogar von Geldwäsche war da die Rede. Die Beschuldigten: Full Tilt. Weil die aber auf der britischen Insel Alderney registriert sind, soll die Klage vor allem die Eigentümer treffen. Und diesbezüglich nannte Autor Joseph Menn namentlich Howard Lederer und Chris Ferguson.

Schon am Dienstag war das aber wieder Schnee von gestern, als bekannt wurde, dass der Bundesstaat Massachusetts (Hauptstadt Boston) in einer neuen Gesetzesvorlage Online-Poker für komplett illegal erklären will. Trotz der Vergabe zweier neuer Casino-Lizenzen heißt es unter Paragraph 36 nun: „Jede Person, die wissentlich eine Wette jeglicher Art via eines Telekommunikationsgeräts inkl. Telefon, Handy, Internet, lokales Netzwerk oder einem anderen Kommunikationsmedium übermittelt oder empfängt, … soll mit einer Gefängnisstrafe von maximal 2 Jahren oder einer Geldstrafe bis zu 25.000 Dollar oder beidem belegt werden.“

Das absonderliche Highlight gab es allerdings heute zu lesen. In Kentucky, wo man gerade beschlossen hatte, zwei Tage vor dem weltberühmten Kentucky Derby ein großes Live-Turnier auszurichten, sollen Online-Anbieter nun im großen Stil zur Kasse gebeten werden. Full Tilt&Co. sollen alle Verluste, die Spieler aus Kentucky beim Online-Poker seit 2005 gemacht haben zu 100% zurückzahlen.

Was passiert dann aber mit denjenigen der geschätzten 13.000 Pokerspielern aus Kentucky, die in den vergangenen fünf Jahren im großen Stil gewonnen haben? Wird deren Geld beschlagnahmt, weil sie es auf illegale Art und Weise erworben haben? Was passiert mit den Rechten von 141 Internet gambling domains, die in den vier amerikanischen Commonwealth Bundesstaaten Massachusetts, Kentucky, Pennsylvania und Virginia ebenfalls eingezogen werden sollen? Und tritt der UIGEA nun am 1. Juni entgültig in Kraft?

Antworten gibt es demnächst. Aus dem Poker-Wunderland USA.

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