NAPT Mohegan Sun: Selbst ist die Frau

vanessa_selbst_day3Vielleicht hätte sich Phil Ivey lieber etwas mehr auf seinen Tisch konzentrieren sollen, statt sich den I-Pod von Ryan D’Angelo auszuleihen und den Internet-Stream zum Golf-Masters in Augusta  zu verfolgen. So reichte es für den erfolgreichsten Pokerspieler aller Zeiten nämlich nicht für Tag 4 beim Main Event der PokerStars.net NAPT Mohegan Sun, denn nach vielen Höhen und Tiefen schied Ivey kurz vor dem Ende von Tag 3 auf Rang 29 aus und musste sich mit $16.000 Preisgeld begnügen. Es wäre allerdings auch keine Überraschung, wenn die Wetteinsätze von Ivey, der ein bekennender Fan von Tiger Woods ist, für das Golfturnier die Siegprämie bei der NAPT in Höhe von $750.000 deutlich übersteigen.

Für die Schlagzeilen am Pokertisch sorgten auf jeden Fall andere Spieler und mit Vanessa Selbst (Foto) sowie Vanessa Rousso vor allem auch zwei der stärksten Pokerspielerinnen. Selbst fegte in den ersten zwei Levels wie ein Tornado durch das Feld und baute ihren Stack schnell von 542.600 auf gut 1,8 Millionen Chips aus. Besonders hart traf es den Dänen Lars Bonding, der seine knapp 400.000 Chips vor dem Flop mit Pocketaces gegen 9d9s von Selbst im Pot untergebracht hatte, sich am Ende aber einem geriverten Karo-Flush geschlagen geben musste. Mit 2.285.000 Chips liegt Selbst aber nur hauchdünn vor Scott Seiver, der zu Beginn des Tages nur zehn Big Blinds zur Verfügung hatte, daraus aber sensationelle 2.241.000 machte.

Vanessa Rousso vom Team PokerStars Pro läutete mit einem Double-up an der Bubble (Kings vs. Queens) die Wende zum Guten ein, hielt zeitweise sogar 1,2 Millionen in Chips und schloss den Tag letztlich mit 720.000 im Mittelfeld ab.

Bubbleboy wurde Nikolas Kamen, der mit AdKs in der entscheidenden Hand gegen 8h8d von Ryan D’Angelo keine Hilfe vom Board bekam und damit leer ausging. D’Angelo scheiterte danach an Scott Seiver und auch für Sorel Mizzi, Jeff Madsen, James Akenhead und Dennis reichte es zwar zum Cash, aber der Titeltraum platzte. Im Geschäft bleiben aber noch so bekannte Spieler wie Cliff Josephy, Brandon Hall, Peter Jetten und Jordan Morgan.

Die Chipcounts:

Vanessa Selbst – United States – 2.285.000
Scott Seiver – United States – 2.241.000
Dale Jamison – United States – 1.687.000
Cliff Josephy – United States – 1.326.000
Derek Raymond – United States – 1.300.000
Alan Sternberg – United States – 1.151.000
Brandon Hall – United States – 1.050.000
Zachary Fritz – United States – 925.000
Jonathan Aguiar – United States – 899.000
Michael Woods – United States – 890.000
Ian Palomo – United States – 798.000
Peter Jetten – Canada – 785.000
Vanessa Rousso United States – 720.000
Jordan Morgan – United States – 667.000
Taha Maruf – Bangladesh – 550.000
James Casement Sr. – United States – 548.000
Andrew Ferguson – United States – 535.000
Alistar Melville – Canada – 529.000
Elio Fox – United States – 523.000
Mark Ader – United States – 374.000
Bob Lauria – United States – 343.000
Travis Klein – United States – 295.000
Mike Beasley – United States – 250.000
Michael Sedore – United States – 57.000


Foto: PokerStarsblog.com (Joe Giron)

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