Phil Ivey: Kein Haus mehr, aber eigenen Pokerroom

Sollte jemand von euch planen, sich in nächster Zeit in Las Vegas aka Sin City niederzulassen, dann haben wir hier den richtigen Tipp. Denn Phil Ivey höchstpersönlich verkauft sein Luxusanwesen. Den potenziellen Käufer erwartet natürlich gediegener Luxus vom Feinsten. Sechs Badezimmer, drei Schlafzimmer, ein großzügiger Garten, ein azurblauer Pool, schicke Designermöbel und alles andere, was man sich noch von der Villa des erfolgreichsten Pokerspielers aller Zeiten erwarten kann.ivey

Warum das Haus wirklich zum Verkauf steht, ist leider nicht bekannt. Doch wie immer, wenn der Mann mit dem stechendsten Blick der Pokerwelt irgendwas tut, ranken sich auch um den Verkauf seiner Villa die wildesten Spekulationen. Insider gehen davon aus, dass zwischen der Tatsache, dass das Häuschen plötzlich zu haben ist und Phil Iveys kürzlich vollzogener Scheidung ein Zusammenhang bestehen könnte. Schließlich hat Iveys Ex-Frau – insofern kein anderslautender Ehevertrag festgelegt worden ist – Anspruch auf 50 % des Iveyschen Besitzes. Vieles spricht für diese Theorie. Schließlich wäre unter normalen Umständen derzeit eigentlich ein ausgesprochen schlechter Zeitpunkt, um in Vegas überhaupt irgendwelche Immobilien zu verkaufen.

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Denn die Glücksspieloase mitten in der Wüste steckt immer noch in jener Wirtschaftskrise, die unsere Welt seit über einem Jahr fest in ihren Klauen hält. Ausgelöst durch das Platzen der Immobilienblase und die vielen, vielen faulen Kredite und Hypotheken der letzten Jahre haben sich die Immobilienpreise in Las Vegas in den letzten 24 Monaten mehr als halbiert. War Phil Ivey Haus im Jahr 2007 noch gute fünf Millionen Dollar wert, steht der Preis derzeit bei rund zwei Millionen. Experten vermuten, dass er nicht mal diese zwei Millionen dafür bekommen dürfte, sondern sich aller Wahrscheinlichkeit nach mit rund 1,8 Millionen zufrieden geben wird müssen. Vorausgesetzt, er findet in solch harten Zeiten überhaupt so bald einen Käufer. Alles andere als rosige Aussichten also.

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Natürlich sind jene Gerüchte rund um Phil Iveys Scheidung nicht die einzigen Vermutungen, die als Erklärung für diesen plötzlichen Verkauf herhalten müssen. Ganz Wagemutige spekulieren sogar, dass der gute Ivey broke sein könnte, was allerdings jedweder Grundlage entbehrt. Denn alleine von den Einnahmen, die er als Shareholder von Full Tilt einstreicht, könnte er sich gleich mehrere solcher Anwesen kaufen. Und so viel Craps, um das alles zu verzocken, könnte nicht einmal Phil Ivey spielen. Wobei…

Sorgen muss man sich um Phil Ivey also keiner machen. Denn für „No Home Jerome“ läuft es wie immer in letzter Zeit ausgesprochen gut. So wird Ende Mai zum Beispiel „The Ivey Room“ im Aria Casino im Herzen Las Vegas eröffnet. Dabei handelt es sich um Iveys ganz privates High Roller Spielzimmer, das schon bald in direkter Konkurrenz  mit dem legendären Bobbys Room im Bellagio stehen dürfte und gute Chancen hat, der neue Treffpunkt der ganz großen High Roller zu werden.

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Wie es sich für solch einen exklusiven Cardroom gehört, soll auch die Eröffnung dementsprechend spektakulär gefeiert werden. Denn Phil Ivey lädt dann zu einem „invitational only“ Turnier, bei dem auf seinen Kopf eine Bounty von 100,000 Dollar ausgesetzt ist. Der Sieger des Events darf dann in einem Heads Up um 250,000 Dollar gegen den Meister höchstpersönlich antreten. Arbeitslosigkeit fällt somit als Verkaufsgrund schon mal weg…

Natürlich bleiben wir an der Sache dran und lassen es euch wissen, wenn es neue Gerüchte rund um den Verkauf gibt.

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