High Stakes Poker Season 6 – Matusow läuft gegen den Bus

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Die sechste Saison von High Stakes Poker neigt sich dem Ende zu und die Zuschauer kamen einmal mehr auf ihre Kosten. Moderator Gabe Kaplan war überragend und der 65-Jährige brachte einige „Instant-Classics“, die Lust auf eine weitere Staffel dieser Poker-Cashgame-Sendung machen. Doch kommen wir zunächst zur Line-up.

Am Tisch saßen David Benyamine, Doyle Brunson, Tom Dwan, Eli Elezra, Phil Galfond, Bertrand Grospellier, Mike Matusow sowie Daniel Negreanu. Die beiden zuletzt genannten Akteure gerieten in der hervorgehenden Sendung aneinander und Negreanu ließ zwei Stacks bei „The Mouth“, der damit zum großen Gewinner wurde. Wer sich auf ein weiteres Duell der Beiden gefreut hatte, wurde enttäuscht, dann Matusow spielte trotz des dicken Plus (die erwähnten Pots betrugen zusammen mehr als $820.000) weiterhin seine konservative Line, die selbst ein Dan Harrington wohl als tight bezeichnen würde.

Matusow beschwerte sich dagegen, dass er zu oft gegen reiche Gegner spielen würde, denen es egal wäre, wenn sie verlieren und mit ihrem „multi-milliarden Dollar Vorteil“ einen zu großen Edge gegen ihn hätten. Durrrr konterte, dass er mit vermögenden Gegnern gut zurechtkam, woraufhin Matusow Folgendes einwarf: „Ja, aber du hast ja nicht mal Ehrfurcht vor Gott oder überhaupt etwas, was ich auch sehr respektiere.“ Dwan, immer für einen Spaß zu haben, entgegnete, dass er sich schon Sorgen mache, wenn er über die Straße läuft und ein Bus kommt.

Gleichzeitig wurde weiter gespielt und Grospellier hatte aus früher Position eröffnet. Matusow erzählte, wie er einmal von einem Bus angefahren wurde, als er in London ein Taxi anhalten wollte. Dwan sagte gerade „Siehst du, du hast Angst vor großen Bets, ich habe Angst vor Bussen.“, als die Action bei Matusow ankam. Im Pot lagen $5.800 und The Mouth fand KdQd vor sich und hätte als Small Blind $2.600 zahlen müssen. Matusow warf die Karten in den Muck und sagte beiläufig „Ich habe keine Furcht vor großen Bets“. Kaplan lief daraufhin den Nit-Alarm („nit-alert, nit-alert, nit-alert“) aus.

The Mouth packte wenig später seine Gewinne und verließ die Runde. Seinen Platz in der letzten Folge wird Lex Veldhuis einnehmen. Zum Abschluss der unterhaltsamen Folge konnte Doyle Brunson, den Kaplan im Übrigen aufgrund seines Alters den Spitznamen Imhotep verpasste, noch einen netten Pot kassieren. Gegen Daniel Negreanu floppte er mit 7s5s die Nutstraight. Negreanu hielt Toppair mit Backdoor-Flush  Jh6h; Board: 6d4h3d und callte einen Shove der Pokerlegende. Zweimal ließ man Turn und River dealen, jedoch konnte Kid Poker keinen Run für sich entscheiden und über $150.000 wanderten zu Brunson.

Glücklicherweise hatte Negreanu zuvor gegen Phil Galfond einen Pot von mehr als $270.000 geholt, sodass es für den Kanadier nicht ganz so hart war. Galfond zahlte mit 9d7d mehrere dicke Bets, da er Negreanus Action für Bluffs hielt. Der hatte mit Tc7s jedoch das Boat gefloppt ThTs7h und lockte Galfond nach Valuetown. Kaplan kommentierte gewohnt trocken „Oh mein Gott, Clay Aiken ist darauf reingefallen“ und spielte damit auf den berühmten Screenname, OMGClayAiken, Galfonds an.

Ein weiteres Highlight waren die „30 Sekunden mit Kara Scott“. Dieses Mal sollten Spieler Durrrr mit zehn oder weniger Worten beschreiben. Negreanu sagte „ein wenig unbehaglich und einzigartig“ und Matusow „Er wird sich schon machen, aber er wird es auf die harte Tour lernen“ und Lex Veldhuis lieferte „Nervig, unbequem“.

Mit  Veldhuis kommt im Übrigen zusätzliche Action an den Tisch. Denn in der Preview zum Saisonfinale sah man, dass der Niederländer direkt die Stakes anheben will und es nächste Woche mit $500/$1.000 weitergeht.


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