WSOP 2010: Das war Tag 2

Auch der zweite Tag der WSOP ist Geschichte und wo es am ersten Tag für WSOP Verhältnisse noch eher ruhig und beschaulich abgelaufen war, ging es gestern gleich mächtig zur Sache. Das erste 1k No Limit Hold Em der WSOP 2010 stand nämlich auf dem Programm. Doch dazu später mehr. Zuerst wollen wir uns einmal kurz dem Event #1, dem $500 Casino Employees Event widmen.MegaBracelet

Denn dort wurde gestern das erste Bracelet vergeben. Von den ursprünglich 720 Spielern waren noch genau 56 in den zweiten Tag gestartet, um sich im Pavillon Room des Rio auf die Jagd nach dem begehrten Armband zu machen. Dabei kann man fast von einer amerikanischen Dominanz sprechen, denn rund 98 Prozent des Feldes trugen im offiziellen Chipcount eine US-Fahne neben ihrem Namen. Dementsprechend findet man im Payout der letzten 76 auch gerademal 2 Nicht-Amerikaner. Deutscher ist leider keiner darunter. Unser Paul aus Berlin, den wir im Live Blog kurz begleitet haben, bubbelte leider ausgesprochen unglücklich. Der Sieg beim Auftakt Event der diesjährigen WSOP ging schlussendlich an Hoai Pham, einen Dealer aus dem Village Club Poker Room in San Diego. Für diesen Sieg kassierte er neben dem obligatorischen Bracelet die schöne Summe von 71.424 Dollar.

Mit diesem Geld hätte der gute Pham gerademal 1,5 Buy Ins für das zweite Event der WSOP 2010, die $50k Poker Player`s Championship. Auch dort wurde gestern der zweite Tag gespielt, doch von den bezahlten Plätzen oder gar der Braceletvergabe ist man bei diesem Turnier noch meilenweit entfernt. 110 der Spieler mit der Monster-Bankroll hatten am Freitag Tag 1 des Prestigeevents überstanden und durften daher gestern erneut in den Amazon Room kommen, um mit der Suche nach dem Besten der Besten fortzufahren. Nachdem in den ersten Stunden des Turniers aufgrund der ultra deepen Stacks und der sehr langsamen Pace mancher Varianten kaum ein Spieler hinter die Rails musste, zog das Tempo in den späteren Levels von Tag 2 merklich an und das Feld wurde zusehends dezimiert. 54 der High Roller haben im Endeffekt den Cut für Tag 3 geschafft und selbst die Liste der Ausgeschiedenen liest sich wie ein Who is Who der Pokerwelt. Draußen sind unteranderem Gus Hansen, Toni G, Phil Hellmuth (schied ausgerechnet während einer Texas Hold em Hand aus), Michael Binger, Patrik Antonius, Mike Matusow (diesmal wirklich) und Jason Mercier. Dead Money sucht man in diesem Turnier wohl vergeblich. Als Chipleader in Tag 3 startet Kirk Morrison mit 741,000 Chips.

Während es beim 50k Event eher ruhig und gesittet zuging, platzte das Rio  beim Event #3, dem ersten $1000 No Limit Hold Em Turnier der Serie, gleich am zweiten Tag aus allen Nähten. Die Entscheidung der Verantwortlichen, das erste richtig billige Event der WSOP 2010 an dem in den USA so wichtigen Memorial Day Wochenende zu veranstalten, erwies sich als Glücksgriff und so stürmten am zweiten Tag der WSOP die Massen das Casino. Teilweise fühlte man sich ob der Massen, die sich durch das Rio wälzten, fast an die Völkerwanderung erinnert. 2601 Spieler starteten in Tag 1a des Turniers und wenn sich der Trend so fortsetzt, darf man nach dem heutigen Tag 1b wohl einen neuen Teilnehmerrekord für ein Nicht-Main Event erwarten. Bei so vielen Spielern fanden sich natürlich auch einige Deutsche Spieler unter den Teilnehmern. Bester von ihnen ist Andrew Deutsch aus Riesa, der sich mit 39,900 Chips an 56. Stelle des Chipcounts befindet. Raus sind unter anderem Daniel Drecher, George Danzer, Jan van Halle, Konstantin Bücherl und der Österreicher Johannes Steindl. Am Ende des Tages durften 276 Spieler, also fast ein Zehntel der ursprünglich gestarteten, ihrE Chips eintüten. Angeführt werden sie von Terry Fleischer mit 119,300 Chips.

Die Top 10 Chipcounts zu beiden Events findet ihr in unserem Live Blog

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