WSOP 2010: Das war Tag 3

Große Überraschung bei der $50.000 Poker Player’s Championship. Von den 54 Highrollern waren nach weiteren sechs Levels an Tag 3 noch 21 Spieler übrig und in den offiziellen Chipcounts tauchte plötzlich die deutsche Flagge auf. Ilya Bulychev liegt derzeit mit 602.000 in Chips an 16. Stelle und auch wenn ihn hierzulande wohl niemand kennt, in der Spalte „Country“ steht eindeutig GERMANY.wsop_tag_3

Ein unbekannter deutscher Pokerspieler ist also plötzlich ganz vorn bei einem der wichtigsten Turniere der WSOP 2010, oder doch nicht? Die Internetsuchmaschine muss herhalten und tatsächlich wird man beim Namen Ilya Bulychev fündig. Demnach spielte er zuletzt auch bei der EPT Kiew und beim Grand Final, allerdings unter russischer Flagge. Verwirrung bringt dann der Eintrag in der CardPlayer-Datenbank, wo die US-Amerikanische Flagge gehisst wird. Ob Russland oder USA, Deutschland wird es sicher nicht sein, aber das Ganze ist auch nur ein kleiner Vorgeschmack, denn falsche Nationalitäten sorgen vor allem bei der WSOP schon seit Jahren immer wieder für viele Fragezeichen bei den Bloggern vor Ort.

Kommen wir aber zurück zum Turnier, denn bei 21 Spielern sind die bezahlten Plätze noch nicht erreicht. Geld gibt es erst ab Platz 16, aber auch das wird die noch im Rennen befindlichen Spieler nicht interessieren. Es zählt nur das Bracelet und das hat in diesem Fall einen Wert in Höhe von $1.559.046. Heute Nacht wird auf den Finaltisch heruntergespielt und beste Chancen diesen zu erreichen haben unter anderem die Mizrachi-Brüder. „The Grinder“ Michael Mizrachi führt das Feld mit 1.483.000 Chips an und sein älterer Bruder Robert lauert mit 1.032.000 Chips an sechster Stelle.

Neben Bulychev (davon ausgehend, dass er Russe ist), haben es nur seine Landsmänner Alexander Kostrityn (638.000) und Vladimir Schmelev, mit 1.432.000 zweiter in Chips, sowie der Schwede Mikael Thuritz als Nicht-Amerikaner in den vierten Tag geschafft. Zu den Shortstacks zählen Eli Elezra, Erik Seidel, Andy Bloch und Tag 2 Chipleader Kirk Morrison. John Juanda liegt mit 788.000 im Mittelfeld.

Eng wurde es bei Event #3 dem $1.000-NLHE-Turnier. Dort liefen die Organisatoren nämlich Gefahr, dass schon an Tag 1B die Moneybubble platzt, weil die zehn Levels an den Startagen 1A und 1B für ein Massensterben vom feinsten gesorgt hatten. Letztlich überlebten aber rund 200, der 1.744 Spieler an Tag 1B und zusammen mit den 276 von Tag 1A sind doch noch deutlich mehr als 441 (so viel Plätze werden bezahlt) heute Abend an Tag 2 mit von der Partie. Die Siegprämie bei diesem Wettbewerb ist mit heftigen $625.872 deklariert.

Frisch gestartet wurde dann noch Event #4, ein $1.500-Omaha-Hi-Lo-Turnier. Unter den 818 Teilnehmern tummelten sich auch einige Stars und es geht um etwas über eine Million US-Dollar an Preisgeldern. Für Tag 2 qualifizierten 297 Spieler, dort ist es also noch ein langer Weg bis zur Entscheidung.

Hochgepokert meldet sich heute Abend wieder mit dem Liveblog und wir erwarten dann endlich ein paar mehr deutsche Pokerspieler, denn mit Event #5 startet das erste $1.500-NLHE-Turnier.

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