WSOP 2010: World Series Verbot – lebenslang

Es ist schon wahrlich eine Kunst, lebenslanges WSOP-Verbot zu bekommen, aber ein Mann hat es tatsächlich geschafft. Bei Event 3, dem $1.000 No-Limit Hold’em, kam es zu einem Zwischenfall, der dem besagten Spieler die Höchststrafe einbrachte.

Der Mann, als Mittfünfziger mit Baseballmütze und weißem Haar beschrieben, sorgte für Aufsehen, als er von drei Mitarbeitern der Sicherheit aus dem Turnierbereich geführt wurde. Was geschehen war, wurde erst später bekannt. Kurz vor Ende des 2. Blindlevel an Tag 1A wurde verkündet, dass es nach der gespielten Hand eine kleine Pause geben würde. Die meisten Spieler packten schon zusammen und das nutzte der Täter gnadenlos aus.pokerfight

Der letzte gespielte Pot ging an ihn, und als er sich über den Tisch lehnte, um die Chips zu holen, griff er zu einem Stack, eines benachbarten Spielers. Dort holt er sich unbemerkt einige zusätzliche Jetons und schob sie zusammen mit den ehrlich gewonnen Chips vor sich und türmte sie auf.

Anscheinend hat jemand aber etwas bemerkt und die Turnierleitung verständigt. Die Videoaufzeichnung des Casinos ließ dann keinen Zweifel und der Mann wurde, wie oben beschrieben, abgeführt. „Du sollst nicht stehlen!“, das ist nicht nur eines der Zehn Gebote, sondern auch eiserne Regel in Las Vegas.

Turnierdirektor Jack Effel zeigte dementsprechend auch keine Gnade: „Er wird lebenslang für die World Series of Poker gesperrt!“ Das in Las Vegas betrogen wird, wo es nur möglich ist, gilt allgemein hin als bekannt. Vor allem die Neulingen sollten in Sin City nicht nur auf ihre Geldbörse achten, sondern auch immer ihre Chips im Auge behalten. Und das man die Gegner auch in nicht beteiligten Händen beobachten soll, ist ohnehin wichtig.

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