WSOP 2010: Das war Tag 9 – Rettenmaier im Finale & ‚The Master‘ mit Bracelet #7

Die laufenden Events der World Series of Poker hatten den üblichen Zulauf, doch ein Ereignis sorgte für richtiges Aufsehen. Phil Laak hat den Rekord im „Dauer-Spielen“ geknackt und nach 80 Stunden am Pokerfilz, direkt die Challenge verlängert. Das neue Ziel sind 90 Stunden, welche er um 15 Uhr unserer Zeit erreichen wird. Ob er dann endlich aufhört, oder gar die 100 Stunden anpeilt ist noch fraglich.

WSOP2010_E10Ansonsten war Business-as-usual angesagt. Zwei weitere Bracelets wurden ausgespielt, zweimal ging es ins Finale und zwei Events starteten zusätzlich. Bei der Vergabe der schmucken Armbänder holte sich der Brite James Dempsey sein erstes Bracelet. Bereits seinen siebten WSOP-Erfolg verbuchte dagegen Men Nguyen (Foto), der sich zum Stud-Champion krönte.

Finale – Event #09: $1,500 Pot-Limit Hold’em

Mit neun Stunden, war dies das kürzeste Turnier des Tages. Wie oben schon beschrieben, setzte sich James Dempsey durch und kassierte dafür $197.470. JJ Liu wurde Dritte und damit die beste Frau im Turnier. Im Heads-up verwies Dempsey den US-Amerikaner Chanthabouasy auf Platz zwei. In der letzten Hand gingen die Stacks preflop in die Mitte. Chanthabouasy musste mit As7c gegen AdTs treffen, verpasste aber das Board (6s5h4sQh4d) und das Turnier war beendet.

1 James Dempsey (GBR) $197.470
2 Steve Chanthabouasy (USA) $121.963
3 JJ Liu (USA) $86.512
4 Mark Babekov (USA) $62.232
5 Scott Haraden (USA) $45.393
6 Armen Kara (USA) $33.573
7 Joseph Williams (USA) $25.166
8 Edward Brogdon (USA) $19.120
9 Gregg Wilkerson (USA) $14.715

Finale – Event #10: $10,000 Seven Card Stud Championship

Die Championship im Seven Card Stud ging mit einem tollen Finale und einem denkwürdigen Heads-up zu Ende. Im direkten Duell gegen Brandon Adams sorgte Men Nguyen für reichlich Stimmung und nutzte seine Führung aus, um Druck zu machen. So spielte er teilweise blind, sah sich also nicht einmal seine Down-Cards an.

Auch in der letzten Hand war ‚The Master‘ zum Gambeln aufgelegt. Sein Gegner war shortstacked und Nguyen fragte Adams, ob er Blind All-in gehen wolle. Der überlegte kurz und stimmte dann zu. Beide raisten, bis Adams All-in war.

Brandon Adams drehte As3d|Qh um, Men Nguyen zeigte 9s6d|Ts und alle Blicke richteten sich auf den Dealer. Adams bekam direkt auf der 4th eine zweite Dame und bis zur 6th hielt Nguyen 9s6d|Ts KcJd6c, brauchte also einen König oder eine der zwei verbliebenen Damen (zur Straight), um zu gewinnen.

Als der River gedealt wurde, rieb sich Nguyen siegessicher die Hände uns sagte: „Picture, Baby!“. Er sah sich die verdeckte Karte an und bestätigte: „Picture!“ ohne anscheinend genau gesehen zu haben, welche Bildkarte es ist. Er hob sie etwas mehr an, sodass die Railbirds etwas sehen konnten. Sein Bruder brüllte: „King!“ und der Jubel brach aus.

Nguyen hatte tatsächlich das höhere Paar getroffen und Adams hatte sich nicht verbessert, sodass das Turnier beendet war.

1 Men Nguyen  (USA) $394.800
2 Brandon Adams (USA) $243.958
3 Steve Billirakis (USA) $152.788
4 Nikolay Evdakov (RUS) $110.629
5 Joe Cassidy (USA) $86.461
6 Michael Mizrachi (USA) $68.949
7 Vladimir Schmelev (RUS) $55.991
8 Sirious Jamshidi (USA) $46.206

Tag 2 – Event #11: $1,500 No-Limit Hold’em

Zwar weit weniger spektakulär, aber für die deutsche Fangemeinde umso erfreulicher, verlief der zweite Tag bei Event #11.  Marvin Rettenmaier beendete hinter Tom Dawn als Zweiter in den Chipcounts und hat damit sehr gute Chancen auf das Finale. Natürlich darf man auch getrost die Phrase „deutsche Bracelet-Hoffnung“ dreschen. Insgesamt haben am Ende 21 Spieler Chips eingetütet.

1 Tom Dwan (USA) 1.068.000
2 Marvin Rettenmaier (GER) 953.000
3 Scott Hamilton (USA) 947.000
4 Christopher Giddings (USA) 850.000
5 Harsukhpaul Sangha (USA) 837.000
6 Kyle Julius (USA) 772.000
7 Austin McCormick (USA) 709.000
8 Nicholas Phillips (USA) 658.000
9 Simon Watt (USA) 650.000
10 David Randall (USA) 596.000

Dazu gibt es noch drei Cashes zu vermelden:

98. Meike Busch (GER) $4.394
138. Jurgen Wenigwieser (GER) $3.460
148. Daniel Studer (SUI) $3.460

Tag 2 – Event #12: $1,500 Limit Hold’em

In der Limit-Variante wurde ebenfalls das Finale angestrebt und am Ende verpasst. Insgesamt 13 „Finalisten“ gibt es, sodass auch hier Tag 3 zwei Stunden früher beginnt. Die Führung hält derzeit Jason ‚JP OSU‘ Potter.

1 Jason Potter (USA) 371.000
2 Jameson Painter (USA) 307.000
3 Georgios Kapalas (USA) 306.000
4 Ahmad Abghari (USA) 302.000
5 Terrence Chan (CAN) 288.000
6 Matthew Matros (USA) 272.000
7 Kirk Banks (USA) 264.000
8 Adrian Dresel-Velasquez (USA) 240.000
9 Frank Kassela (USA) 162.000
10 Roberto Truijers (NED) 141.000
11 Dean Tran (USA) 82.000
12 Mark Burford (USA) 53.000
13 Ben Lamb (USA) 31.000

Tag 1A – Event #13: $1,000 No-Limit Hold’em

Für den ersten Starttag beim $1.000-No-Limit meldeten sich 1.922 Teilnehmer und rund 300 haben sich für Tag 2 qualifiziert. Aus dem deutschen Lager gab es einige Starter, wobei bisher nur sicher ist, dass Jan von Halle am Ende noch dabei war. Wie üblich bei „Day 1“-Events müssen wir hier auf die offiziellen Zahlen warten. Hier die vorläufige Top Ten:

1 Andy Black (IRL) 92.000
2 Marcello Delgrosso (ITA) 68.300
3 Andrew Youngblood (USA) 54.300
4 Dylan Linde (USA) 53.200
5 Mikhail Tulchinskiy (RUS) 50.500
6 George „Riley“ Panagakis (USA) 50.000
7 Dylan Lynde (USA) 46.000
8 Mike Atkinson (USA) 46.000
9 Clark Hamagami (USA) 45.650
10 Jared Hamby (USA) 44.500

Tag 1 – Event #14: $1,500 2-7 Draw Lowball

Recht ähnlich sind auch die letzten Meldungen vom Lowball-Event. Sigi Stockinger hat sich in Tag 2 gespielt, für Katja Thater war dagegen schon frühzeitig das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Lowball-Legende Billy Baxter hat es ebenfalls erwischt. Hier die vorläufigen Chipcounts der besten Spieler:

1 Nick Binger (USA) 54.300
2 Scott Seiver (USA) 46.875
3 David ‚Chino‘ Rheem (USA) 42.725
4 Josh Arieh (USA) 32.725
5 Loi Phan (USA) 31.850
6 Dario Minieri (ITA) 31.000
7 Alex Kravchenko (RUS) 30.000
8 Yan Chen (—) 26.000
9 Chad Brown (USA) 25.000
10 Peter Gelencser (HUN) 23.000

Sobald die offiziellen Chipcounts veröffentlicht sind, gibt es die Top Ten sowie die Ergebnisse der Spieler aus dem deutschen Sprachraum im Live-Blog.

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