WSOP 2010: Das war Tag 22 – Der doppelte Ivey

Einmal mehr herrschte reger Andrang im Rios, denn insgesamt sechs Events wurden ausgetragen. Zwei Bracelets wurden vergeben, zweimal spielte man auf den Final Table runter und zwei Turniere starteten in den ersten Tag.

Für das größte Aufsehen sorgte das Heads-up-Turnier. Satte $10.000 garantierten ein erlesenes Feld und jede Menge spannende Partien. Doch immer der Reihe nach.

Finale – Event #30: $1,500 No-Limit Hold’em

WSOP_IveyMit Markus Lehmann gab es noch einen Deutschen im Turnier. Allerdings startete der Poker-Pro mit einem Short Stack in den letzten Tag und es war noch ein langer Weg bis hin zum Final Table. Lehmann konnte seinen Stack zunächst ausbauen und schaffte es unter die letzten 18 Spieler. Als es  dann Richtung Finale ging, musste er einmal mehr sein Turnierleben aufs Spiel setzten. Mit As3s gegen die Jacks von David Wilkinson musste Hilfe vom Board kommen, doch das lief mit 4d3cKhTs4c aus, was Platz 13 sowie $26.049 für Markus Lehmann bedeuteten.

David Wilkinson schaffte es bis ins Spiel zu dritt, verabschiedete sich dann aber mit 9c7c gegen AcQs (Christopher Gonzales) für $254.996. Im Heads-up trat Gonzales mit einer ordentlichen Führung gegen Mike Ellis an. Das Duell zog sich über Stunden und den Railbirds wurde einiges abverlangt.

In der letzten Hand sahen sich die  Spieler den Flop Jd7s6d an und Christopher Gonzales machte eine sehr große Bet, die den Pot enorm aufblähte. Der Turn brachte die 5d und Gonzales schob seinen Stack in die Mitte. Ellis insta-callte und drehte AdTd zum Nutflush um. Gonzales zeigte Asse, die jedoch drawing-dead waren und  das Turnier war beendet.

1 Mike Ellis (GBR) $581,851
2 Christopher Gonzales (USA) $360,906
3 David Wilkinson (USA) $254,996
4 Martin Jacobson (SWE) $183,345
5 Billy Griner (USA) $133,574
6 William Kakon (USA) $98,605
7 Jason Hallee (CAN) $73,719
8 Chris Kastler (—) $55,814
9 Jeff Cohen (USA) $42,790


Finale – Event #31: $1,500 H.O.R.S.E.

Johannes Steindl war einer der 24 Spieler, die am letzten Tag um das Bracelet spielten. Der Österreicher schaffte es an einen der letzten beiden Tische, war zu diesem Zeitpunkt allerdings shortstacked. Im Stud pushte er auf der 3rd-Street mit Ah2s|Qc gegen die Split-Jacks von Robert Mizrachi (Jc2d|Jd). Steindl bekam keine hilfreichen Karten gedealt und verabschiedete sich auf Rang 16 für $8.339.

Im Finale setzte sich der Russe Konstantin Puchkov durch und verwies Al Barbieri auf Rang zwei. Sehr zur Freude  von Daniel Negreanu, denn der hatte Barbieri vor dem Turnier eine Wette angeboten, die für den Kanadier teuer geworden wäre. Mit einer Quote von 100:1 wettete er nämlich gegen Al Barbieri.

1 Konstantin Puchkov (RUS) $256.820
2 Al Barbieri (USA) $158.647
3 Dustin Leary (USA) 107.849
4 Ken Lennaard (SWE) 75.058
5 Hani Awad (CAN) 53.321
6 Andrew Revesz (USA) 38.651
7 Blake Cahail (USA) 28.569
8 Robert Mizrachi (USA) 21.525

Tag 2 – Event #32: $5,000 No-Limit Hold’em / Six Handed

Beim 6-max hatten sich vier Deutsche für den zweiten Tag qualifiziert und dementsprechend waren die Hoffnungen groß. Für George Danzer kam das Ende schon vor dem Geld, dafür steuerte Matthias Neu lange Zeit den Final Table an. Am Ende musste er shortstacked mit Ac9c reinstellen, verpasste jedoch das Board gegen Erik Lindgrens Pocketsevens.

Hier die zwölf Spieler, die es in Tag 3 geschafft haben:

1 Mark Radoja (CAN) 1.493.000
2 Erick Lindgren (USA) 1.165.000
3 Bruno Launais (FRA) 875.000
4 Taylor McFarland (—) 848.000
5 Darren Elias (USA) 841.000
6 Paul Sheng (USA) 712.000
7 Anthony Roux (FRA) 668.000
8 Jeffrey Papola (USA) 598.000
9 Lucas Greenwood (CAN) 425.000
10 Orlando Delacruz (USA) 301.000
11 Evan Panesis (USA) 299.000
12 Men Nguyen (USA) 264.000
….
23 Matthias Neu $21.036
37 Nico Behling $12.653
45 Benjamin Spindler $11.345

Tag 2 – Event #33: $2,500 Pot-Limit Hold’em/Omaha

Von den Spielern aus unseren Breitengraden haben es Peyman Luth und Claudio Rinaldi zumindest ins Geld geschafft und mit Konstantin Bücherl haben wir auch einen Finalisten aus unseren Reihen. Leider sieht es mit den Chipcounts nicht so rosig für Bücherl aus, denn mit einem Short Stack muss der Deutsche heute Nacht das Feld von hinten aufrollen.

Phil Ivey hat es ebenfalls ins Finale geschafft und einmal mehr war der Ausnahmespieler für mehrere Events gleichzeitig registriert. Während Ivey sich durch Tag 2 beim Mix aus Omaha und Hold’em kämpfte, hat er ganz nebenbei auch seine zwei Matches im Heads-up-Turnier für sich entschieden. Eines im Übrigen gegen Victor Ramdin, der ebenfalls sein Ticket für Tag 3 beim Mixed-Event gelöst hat.

1 Jose-Luis Velador (USA) 455.000
2 David Chiu (USA) 451.000
3 Rob Hollink (NED) 423.000
4 Matt Sterling (USA) 280.000
5 Joshua Tieman (USA) 277.000
6 Victor Ramdin (USA) 262.000
7 Craig Gray (USA) 248.000
8 Kevin MacPhee (USA) 247.000
9 Phil Ivey (USA) 207.000
10 Tristan McDonald (GBR) 196.000

15 Konstantin Bücherl (GER) 75.000

24 Peyman Luth (GER) $7.982
30 Claudio Rinaldi (SUI) $6.441

Tag 1 – Event #34: $1,000 Seniors No-Limit Hold’em Championship

Bei der Seniors-Championship dürfen alle Spieler über 50 Jahren Teilnehmen und wer jetzt denkt, das Turnier wäre ein langweiliges Kaffeekränzchen, bei dem alte Haudegen über die gute alte Zeit schwatzen, der irrt … wobei ab und an teilweise doch Geschichten von „Anno Dazumal“ rausgekramt werden.

Von den 3.142 Startern haben 450 den ersten Tag überstanden und mit Eddy Scharf hat sich auch ein Deutscher ganz weit vorne platziert:

1 Tom Schneider (USA) 91.000
2 John Woo (USA) 67.000
3 Berry Johnston (USA) 57.000
4 Walter Browne (USA) 51.000
5 Eddy Scharf (GER) 40.000
6 Lorie Williams (USA) 27.000
7 Ed Smith (USA) 26.000
8 Dewey Tomko (USA) 25.000
9 Maria Stern (USA) 24.000
10 Richard Lee (USA) 21.000

Tag 1 – Event #35: $10,000 Heads Up No-Limit Hold’em Championship

Zwei Runden wurden am ersten Tag gespielt und alle spannenden Begegnungen aufzulisten würde keinen Sinn machen, weil eigentlich fast jedes Match interessant war. Phil Ivey hat erwartungsgemäß den zweiten Tag erreicht, wohingegen Tom Dwan strauchelte. Aus dem deutschen Lager haben es Ernst Schmejkal, Julian Herold und Tobias Reinkenmeier in die dritte Runde geschafft. Herold und Reinkenmeier würden sich in Runde 4 gegenüberstehen, sollten sie ihre beiden nächsten Gegner aus dem Weg räumen. Zumindest wären sie dann schon im Geld, denn die Top 32 ist „in the money“.

Hier geht es zu den Paarungen der dritten Runde

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