WSOP 2010: Das war Tag 24 – Rückschlag für Schmejkal

Eigentlich sollte ja das Bracelet (Foto) bei der Heads-up Championship ausgespielt werden, aber nachdem das erste Match – von mindestens zwei – bereits über sechs Stunden ging, verlegte man die Entscheidung. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude und so dürfen sich die deutschen Railbirds nun schon Gedanken machen, wo der Autokorso entlangfahren soll.

Allerdings sei gleich gesagt, dass Moritz Schmejkal noch einen langen Weg vor sich hat, denn der Deutsche hat in der ersten Finalbegegnung eine unglückliche Niederlage kassieren müssen. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt (oje, noch einmal fünf Euro für das Phrasen-Schwein) und so freuen wir uns, dass nun endlich wieder die Zeit für laute „Schlaaaand“-Rufe gekommen ist.

WSOP_Bracelet_HUCDoch starten wir am Anfang des Tages.

Finale – Event #35: $10,000 Heads Up No-Limit Hold’em Championship

Moritz Schmejkals erster Gegner war Vanessa Rousso. Die US-Amerikanerin holte sich bei der National Heads-up Championship 2009 eine Viertelmillion, als sie sich nur gegen den Huck Seed geschlagen geben musste. War also nicht gerade das, was man als unerfahrenen Gegner bezeichnen kann.

Rousso übernahm auch zunächst die Führung, doch Hand für Hand, Pot für Pot, kämpfte sich Schmejkal zurück. Der Deutsche drängte seine Gegnerin in die Ecke. Die Poker-Pro callte nach vier Stunden im Zweikampf shortstacked mit Ah4h zum All-in. Der Deutsche zeigte Js3s und traf den Flush zum Sieg.

Danach ging es gegen Alexander Kostritsyn und dieses Match war erstaunlich schnell beendet. Auf dem Turn Kc2sKd5s check-raiste Schmejkal seinen Gegner. Der ging in sich und verkündete nach einigen Minuten einen Raise. Schmejkal zögerte dagegen nicht und kündigte ein All-in an, welches auch gecallt wurde. Kostritsyn zeigte Asse doch der Deutsche drehte Ks4d für den Drilling um. Der River zeigte eine Blank und Schmejkal war im Finale.

Dort ging es dann gegen den US-Amerikaner Ayaz Mahmood. Das Match dauerte über sechs Stunden (!) und kann im Prinzip auf die entscheidende Hand reduziert werden. Beide waren aufgrund der hohen Blinds shortstacked und auf dem Board lag 7sQh5h. Mahmood pushte einen Raise des Deutschen und Schmejkal callte.

Schmejkal: QsJc
Mahmood: Ks7h

Auf dem Turn kam der „Football in die Leisten“ (hier in Form des Kh) und der River lieferte keine Revanche. Schmejkal war ultra short und konnte in der nächsten Hand nicht mal den vollen Big Blind zahlen. 9d2h verliert dann auch noch gegen 5s3h und das erste Match ging an Ayaz Mahmood.

1 —— $625.674
2 —— $386.900
3 Jason Somerville (USA) $214.289
4 Alexander Kostritsyn (RUS) $214.289
5 Vanessa Rousso (USA) $92.580
6 Faraz Jaka (USA) $92.580
7 Ludovic Lacay (USA) $92.580
8 Kido Pham (USA) $92.580

Tag 2 – Event #37: $3,000 H.O.R.S.E.

Der (langsame) Ritt ging in den zweiten Tag und aus dem deutschen Lager mussten die Reiter schnell die Strecke räumen. Katja Thater hielt sich am längstem auf ihrem Pferd und verbuchte am Ende auch einen Cash. Die Hamburgerin kassierte $6.807 für Rang 34.

Sattelfester waren dagegen Big Names wie John Juanda, David Baker (der ältere der beiden), Phil Ivey oder Jeff Lisandro. Daniel Makowsky, der amerikanisch-israelische Geschäftsmann mit schweizer Pass, ist ebenfalls in der Top Ten zu finden.

1 John Juanda  (USA) 393.000
2 David Baker (USA) 373.000
3 Ryan Hughes (USA) 354.000
4 Daniel Makowsky (ISR/SUI) 312.000
5 Kenneth Aldridge (USA) 257.000
6 Brent Wheeler (USA) 256.000
7 Phil Ivey (USA) 200.000
8 Jeff Lisandro (ITA) 193.000
9 Mitch Schock (USA) 189.000
10 Dan Heimiller (USA) 180.000

Tag 1B – Event #36: $1,000 No-Limit Hold’em

Der zweite Starttag brachte 1.119 weitere Spieler ins Turnier und etwa 160 haben den Tag überstanden. Wie üblich zunächst einmal die Big Stacks im Feld. Weitere Infos folgen, wenn die offiziellen Chipcounts draußen sind.

1 Ryan D’Angelo (USA) 67.875
2 Soheil Shamseddin (USA) 66.975
3 Vance Gordon (USA) 55.000
4 David Lucchesi (USA) 48.300
5 Brad Bury (USA) 42.325
6 Jesse Cohen (USA) 39.175
7 Svetlana Gromenkova (USA) 34.925
8 Phillipe Usain (USA) 34.000
9 Bashar Ramahi (USA) 33.900
10 Mark Harris (USA) 30.500

Tag 1 – Event #38: $10,000 Pot-Limit Hold’em Championship

Eine weitere Championship startete und dieses Mal stand Pot-Limit Hold’em auf dem Plan. 268 Teilnehmer legten die $10.000 auf den Tisch und darunter waren auch die ehemaligen Champs Nenad Medic (2008) und John Kabbaj (2009). Beide werden ihren Titel nicht verteidigen beziehungsweise zurückholen, denn ihre Chips landeten bei den Gegnern.

Ebenfalls frühzeitig an den Rails waren Tom Dwan, Erick Lindgren, Bertrand Grospellier, Chris Ferguson, Vladimir Schmelev, John Juanda, Kathy Liebert, Todd Brunson oder Markus Lehmann. 135 Spieler durften am Ende eintüten, darunter auch Sandra Najoks und Johannes Strassmann. Genauere Infos gibt es aber erst, wenn die offiziellen Zahlen draußen sind.

1 Tom Marchese  (USA) 334.600
2 Martin Kabrhel (CZE) 203.000
3 Sirous Jamshidi (USA) 185.000
4 Dan Smith (USA) 174.000
5 Dani Stern (USA) 160.000
6 John Duthie (GBR) 155.000
7 Mikael Thuritz (USA) 122.000
8 Antony Lellouche (FRA) 108.000
9 Blair Rodman (USA) 97.000
10 Noah Boeken (NED) 94.000

Sobald die offiziellen Chipcounts  veröffentlicht sind, posten wir diese – und Details zu den deutschen Spielern – in den jeweiligen Live-Blogs:

Tag 1B – Event #36: $1,000 No-Limit Hold’em
Tag 1 – Event #38: $10,000 Pot-Limit Hold’em Championship

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