WSOP 2010: Das war Tag 26 – Bücherl belegt Rang vier

Die deutschen Fans sorgten einmal mehr für Aufsehen, denn ganz im Dienste von „Schlaaand“ wurde gesungen, angefeuert und applaudiert. Manch ein konservativer Railbird fühlte sich da zwar auf den Schlipps getreten, aber hey – Pokern ist doch immerhin ein Spiel für jedermann und es ist ja nicht wie beim Snooker, wo man nicht mal Klatschen darf.

Wie dem auch sei. Während es für Sandra Najuoks (15./$34.639) nicht für das Finale gereicht hat – die Berlinerin rannte preflop mit [5x][5x] in [9x][9x] – saß dort Konstantin Bücherl und wurde natürlich zum Sieg gepusht. Okay, zumindest fast zum Sieg.

Finale – Event #38: $10,000 Pot-Limit Hold’em Championship

WSOP_KwaysserDer Final Table war sehr stark besetzt und Bücherl musste unter anderem gegen Peter Jetten, Daniel ‚Ansky‘ Stern, Matt ‚ADZ124‘ Marafioti und Valdemar Kwaysser ran. Jetten verabschiedete sich auf Platz sieben und so richtig spannend wurde es ohnehin erst im Spiel zu fünft.

Der Ungar Kwaysser callte mit Ac2c einen Preflop-Shove von Dani Stern (TdTc) und traf direkt zwei Asse auf dem Flop. Turn und River zeigten keine rettende Zehn für Stern, der damit an die Rails musste.

Kwaysser hatte sich etwas als Bully etabliert, doch es war Bücherl, der die treibende Kraft am Tisch war. Zuerst doppelte Marafioti mit Damen gegen Bücherl ([Kx][Jx] auf, dann Bücherl gegen  Marafioti (5c5d gegen AhTh) und wenig später gerieten Bücherl und Kwaysser aneinander. Beide zeigten bei der All-in Konfrontation [Ax][Tx] und obwohl die deutsche Fangemeinde lautstark einen Flush für Bücherl forderte, gab es am Ende ein Splitpot.

Die Blinds wurden einmal mehr angehoben, was die Action weiter Richtung Preflop verlagerte. Einmal doppelte Bücherl noch mit einem Babyace auf, bis für ihn das Ende kam. Mit AsQh gegen AsKs (Kwaysser) ging es dann auf Platz vier aus dem Turnier. Valdemar Kwaysser (Foto) rollte im Anschluss über die beiden verbliebenen Gegner und holte sich das Bracelet.

1 Valdemar Kwaysser (HUN) $617.214
2 Matt Marafioti (CAN) $381.507
3 James Calderaro (USA) $284.845
4 Konstantin Bucherl (GER) $214.106
5 Dani Stern (USA) $161.934
6 Tom Marchese (USA) $123.264
7 Peter Jetten (CAN) $94.394
8 Blair Rodman (USA) $72.754
9 Alexander Kuzmin (RUS) $56.404

Tag 2 – Event #39: $1,500 No-Limit Hold’em Shootout

Aus dem deutschen Sprachraum hatten es Tim Kahlmeyer, Heinz Kamutzki (beide Deutschland) und Sam El Sayed (Schweiz) in den zweiten Tag geschafft. Dort spielten dann die 140 verbliebenen Spieler 14 „Finalisten“ aus.

Heinz Kamutzki setzte sich als Einziger der Drei durch und darf nun vom Bracelet träumen. Ebenfalls unter den letzten Spielern ist Annette Obrestad. Alle, die ihren Tisch an diesem Tag frühzeitig verlassen mussten, erhielten $5.620.

Hier noch die Namen der restlichen zwölf Finalteilnehmer: Brett Shaffer, Reagan Leman, Michael Pesek, Justin Scott, Dustin Dirksen, Johnny Kitchens, J.C. Tran, Paul Varano, Michael Cooper, Jeffrey King, Steven Kelly und Derric Haynie.

Tag 2 – Event #40: $2,500 Seven Card Razz

Fast 140 Spieler hatten sich für Tag 2 qualifiziert und mit einem durchschnittlichen Stack von knapp über 10 Big Bets war klar, dass in den ersten Leveln des Tages das Feld ordentlich ausgedünnt werden wird. Da lediglich die Top 40 ins Geld kommen sollten, gab es auch keine „ITM-Folder“ und dementsprechend schnell schrumpfte die Teilnehmerzahl.

Knapp über zwölf Stunden wurde gespielt und Katja Thater, Hanno Offen sowie Johannes Steindl hat es im Laufe des Tages erwischt. Leider schon vor dem Geld. Insgesamt 15 Spieler gehen in den letzten Tag. Darunter sind noch namhafte Spieler wie Jennifer Harman, Frank Kassela, Chris Bjorin oder Vladimir Schemelev.

1 Melville Lewis (CAN) 504.000
2 Mikko Pispala  (FIN) 458.000
3 Stuart Rutter (GBR) 295.000
4 Maxwell Troy  (USA) 258.000
5 Chris Bjorin  (SWE) 163.000
6 Nick Helm  (USA) 145.000
7 Frank Kassela  (USA) 144.000
8 Daniel Ospina  (USA) 136.000
9 Dee Tiller  (USA) 128.000
10 Jennifer Harman  (USA) 108.000

Tag 1 -Event #41: $1,500 Pot-Limit Omaha Hi-low Split-8 or Better

Fast 850 Teilnehmer meldeten sich für die Pot-Limit-Variante von Omaha High-Low. Wie üblich bei solchen „Lieberhaber-Turnieren“ war das Feld sehr stark besetzt und die Stardichte hoch. Nicht mehr dabei sind Jeff Lisandro, Erick Lindgren, Tom Dwan, David Sklansky, Andy Bloch oder Michael Keiner.

1 Mike Chappus  (USA) 133.400
2 Barry Greenstein (USA) 83.000
3 Spencer Lawrence (USA) 79.500
4 Kevin MacPhee (USA) 77.100
5 Michael Sopko (USA) 76.500
6 Ben Lamb (USA) 56.000
7 Jacobo Fernandez (USA) 39.000
8 Phil Hellmuth (USA) 36.000
9 Mike Matusow (USA) 35.000
10 David Sands (USA) 32.000

Sobald die offiziellen Chipcounts draußen sind, posten wir mehr Infos zu den deutschsprachigen Spielern im Live-Blog.

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