Teil 2: Wenn Praktikanten aus dem Nähkästchen plaudern

southpointSeit dem letzten Bericht habe ich eine ganze Menge erlebt, was ich allen Daheimgebliebenen nicht vorenthalten möchte. Henning kann sich immer noch nicht für einen Namen für mich entscheiden: Mal heiße ich „Mary“, mal agiere ich unter dem Decknamen „Mario“ und manchmal werde ich einfach nur langweilig „Praktikant 2“ genannt.

Beginnen möchte ich mit ein paar Impressionen aus unserem Stammcasino „South Point“ (Foto oben), das nur 3 Autominuten von unserem Haus entfernt ist. Mit mir am $1/$2 Tisch sitzt Henning. Er strahlt schon wie ein Honigkuchenpferd, als Ben Kang sich zu uns gesellt, da dieser bekannt dafür ist, am Tisch mit dem Geld großzügig „rumzuspewn“.

Doch in welche Richtung wird der Pokerstars Pro Ben Kang die Action am Tisch lenken?

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In der ersten Hand gibt es ein Straddle auf $4, die von vier Spielern inklusive Ben Kang bezahlt werden. Als die Action zu Henning am Button kommt, raist er auf $41. Alle folden bis auf Ben im Cutoff, der das Raise bezahlt. Der Flop kommt 7d8d3c, Ben checkt und Henning stellt für seine restlichen $110 all-in mit JdJs. Ben instacallt mit Kd5d, der Turn bringt sofort die Qd und Hennings erster Stack ist zu Ben gewandert.

Nach einem Reload von $200 straddelt dieses Mal Henning auf $4. Der Button macht es $16, Small Blind callt, Ben Kang und Henning zahlen ebenfalls nach. Der Flop kommt runter mit 7s9dQh, worauf der Small Blind checkt. Ben spielt $25 an, Henning raist auf $65, die anderen beiden falten. Daraufhin schiebt Ben all-in und bekommt den Instacall von Henning, der 7h9c hält. Ben schaut etwas verwirrt mit Jh9s, aber schon der Turn counterfittet Hennings Two Pair wieder mit der Qd. Stack Nr. 2 wandert zu Ben Kang, der innerhalb von nur einer Stunde $600 up war. Der sichtlich angefressene Herr Pohl verlässt wortlos das Casino.

Am 2. Juli feierte mein Praktikantenkollege Andre seinen 23. Geburtstag. Von unserem ungarischen Freund Zoltan erfuhren wir, dass genau an diesem Abend die Pornodarstellerin Jenna Haze in den Crown Club im Rio kommen würde. Da es mal wieder Zeit wurde, steil zu gehen, kam uns dieses Event sehr gelegen. Nun waren wir also wieder im Rio, aber nicht der Arbeit wegen! Der Club war anfänglich noch ziemlich leer, jedoch gegen 0:00 Uhr wurde es in den Gängen und um unseren Tisch herum allmählich dichter. Kaum war die erste Flasche Vodka bestellt, amüsierte sich unser Geburtstagskind bereits mit der aufreizenden Waitress.

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Kurz darauf war es dann soweit: Jenna – „I don‘t give head this time but instead I dance“ -Haze gab ihre Akrobatikkünste an der Stange zum Besten. Die Künstler vom Cirque du Soleil können sich gewiss eine Scheibe abschneiden…

Die zweite Flasche Wodka, die wir ungeachtet der nahenden Closing Time des Clubs bestellten, war noch fast komplett voll, als Andre auf die glorreiche Idee kam, diese einfach im Schritt nach draußen zu transportieren. Einer der Securites war aber nicht „deppad“ und leuchete den kreativen Andre sofort mit der Taschenlampe an, mit der Aufforderung, die Beule in seiner Hose zu beseitigen. Nachdem wir dann mühsam den Alkohol in Plastikbecher abgefüllt hatten, verließen wir das Crown. Das beschwippste Geburtstagskind nahm direkt das Taxi nach Hause, Lennart und meine Wenigkeit versuchten uns noch am Cashgame. Eine Stunde später und von $100 auf $385 hochgegrindet weckte ich den schlafend-railenden Lennart, um ebenfalls die Heimreise anzutreten.

IMG_0055Gambelnde Grüße aus Las Vegas
Marius

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