Die November Nine im Porträt – Cuong „Soi“ Nguyen

cuongnguyenVon den anderen acht November Ninern unterscheidet sich Cuong „Soi“ Nguyen vor allem in zwei Punkten: Zum einen ist er mit 37 Jahren der mit Abstand älteste unter den Young Guns und zum anderen ist er der einzige der Neun der als Beruf nicht Pokerpro angegeben hat.

Im wirklichen Leben verdient sich der „Senior“ sein Geld als Manager bei einem Unternehmen, das medizinisches Zubehör verkauft. Nicht nur deshalb ist er wahrscheinlich der unerfahrenste Spieler der November Nine. Laut eigenen Angaben war das WSOP Main Event gerademal sein viertes Liveturnier überhaupt und so verwundert es auch nicht, dass die Suche nach Turniercashes auf den Namen „Cuong Nguyen“ ergebnislos verlief.

Unterschätzen sollte man den 37 Jährigen aber trotzdem nicht. Denn erstens zeigte er speziell an Tag 7 des Main Events, dass er etwas von Poker versteht und war Chipleader an diesem Tag und zweitens hat Nguyen ausgesprochen kompetente Hilfe auf seiner Seite. Nguyen ist nämlich gleich mit mehreren Pokerprofis befreundet, die ihm bis November wohl das nötige Rüstzeug mitgeben werden, um am Final Table des wichtigsten Pokerturniers der Welt eine gute Figur zu machen. Zu seinen Coaches zählen unter anderem JC Tran und Steve Sung, die ihm mit Sicherheit den ein oder anderen Tipp geben können.

Bei allen Tipps und bei allem Coaching wird Nguyen jedoch auch ein wenig Hilfe von Fortuna brauchen. Denn mit 9,65 Millionen an Chips hat er den zweit kleinsten Stack vor sich stehen. Ebenso wie Jason Senti muss jedoch auch er nichts überstürzen. Denn Nguyen ist zwar short, hat aber mit fast 20 Big Blinds und acht Orbits noch genügend Spielraum, um sich seine Spots auszusuchen. Viel mehr als Push oder Fold wird aber auch er nicht machen können. Da er jedoch bereits an Tag 7 als einer der aggressivsten Spieler in Erscheinung trat, dürfte ihm das wohl kaum schwer fallen. Dementsprechend optimistisch blickt er auch in die Zukunft:

„Der einzige Amateur am Tisch zu sein, kümmert mich überhaupt nicht. Das ist die besten Zeit meines Lebens… Eigentlich dachte ich, dass ich gar keine Chance hätte, soweit zu kommen. Ich hab nur wegen der Erfahrung mitgespielt…“

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