WPT-London: Quoss verpasst den Sieg – Gruissem darf noch hoffen

Leider wurde es nichts mit einem deutschen Erfolg beim Main Event der London Poker Classic. Fabian Quoss erwischte es bereits auf Rang sieben und musste sich mit £26.144 begnügen. Dafür hat Phillip Gruissem (Foto) noch gute Chancen auf einen Sieg bei der World Poker Tour. Der Deutsche hat sich ins Finale des Highroller-Event gespielt und hält dort sogar die Führung. Doch der Reihe nach.

Quoss ging als Dritter in Chips ins Finale des Main Event, musste jedoch kurz nach dem Start einen Rückschlag in Kauf nehmen. Bruce Atkinson eröffnete und Fabian isolierte ihn mit einem Raise. Die anderen stiegen aus, sodass Atkinson an der Reihe war. Der annoncierte das All-in und wurde gecallt. Es kam zum Showdown, der Brite drehte QdQc um und Quoss zeigte AdKc. Der Flop Ac5c4c kam nahezu perfekt für den Deutschen, doch der Turn Qh brachte das Set für Atkinson. Der River war eine Blank und Quoss hatte ordentlich Chips eingebüßt.

Fabian Quoss überstand noch rund zwei weitere Stunden am Tisch, bis es ihn erwischte. Jake Cody hatte sich zu diesem Zeitpunkt als Bully etabliert und terrorisierte den Tisch mit seinem Big Stack und jeder Menge 3-Bets. Als Cody einmal mehr einen Reraise spielte, ging Quoss mit 7c7s All-in. Leider hatte der Brite dieses Mal wirklich eine starke Hand gedealt bekommen und callte mit Zehnern. Das Board AcKh9hJsAd lief ohne Hilfe für Quoss aus, der an die Rails musste.

Kristoffer Thorsson trat wenig später seinen Chiplead an Jake Cody ab. Der Engländer war danach nicht mehr aufzuhalten,  hatte ab dem Spiel zu viert mehr als die Hälfte der Chips und rollte so zum Sieg. Cody feierte damit seinen zweiten großen Titel. Erst im Januar kassierte der ehemalige Psychologiestudent  €847.000, als er bei der EPT in Deauville alle hinter sich ließ.

1 Jake Cody £273.783
2 Saarisilta Mattsson £176.979
3 Bruce Atkinson £93.316
4 Kristoffer Thorsson £56.311
5 Giovanni Safina £42.233
6 Sandiep Khosa £34.189
7 Fabian Quoss £26.144
8 Gareth Teatum £18.100

Tag 2 des Highroller-Event wurde simultan gespielt und man entschloss sich, die geplanten drei Tage beizubehalten. Also wurde das Feld nur von zwölf auf acht Teilnehmer runtergespielt. Phillip Gruissem knüpfte an seine Leistungen vom Vortag an und geht als Chipleader an den Final Table. Ebenfalls noch vom Titel träumen dürfen Tony G, Justin Smith oder Freddy Deeb.

Seat 2 – Phillip Gruissem 545.600
Seat 4 – Bruno Fitoussi 318.200
Seat 7 – Jason Lester 281.700
Seat 1 – Tony G 274.00
Seat 5 – Jason Gray 236.900
Seat 6- Justin Smith 179.800
Seat 8 – Freddy Deeb
Seat 3 – Emeline Boich 40.600

1 – £141.000
2 – £84.600
3 – £56.400

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