Der Todesstrahl von Las Vegas

vdaraBei dem im Titel erwähnten Todesstrahl handelt sich nicht etwa um eine neue Touristenattraktion in Las Vegas, sondern um ein mehr oder weniger ernsthaftes Problem mit dem sich die Besitzer und Gäste des Vdara Hotels seit geraumer Zeit herum schlagen müssen.

Das Hotel verwandelt sich nämlich fast jeden Tag in einen gläsernen Death Star und beschießt ahnungslose Hotelgäste mit seinem Todesstrahl. Was auf den ersten Blick vollkommen absurd und nach der Ausgeburt eines betrunkenen Schreiberlings klingt, ist in Wirklichkeit nur Physik. Denn die gebogene Form des Gebäudes sorgt in Verbindung mit der gläsernen Fassade dazu, dass die einfallenden Sonnenstrahlen gebündelt und auf einen bestimmten Punkt konzentriert werden.

Ein spektakulärer Effekt, mit dem man bestimmt einige, lustige Dinge anstellen könnte. Blöd nur, dass an jenem bestimmten Punkt genau der hauseigene Pool des Hotels liegt und es immer wieder vorkommt, dass sich nichts ahnende Gäste plötzlich in Mitten dieser gebündelten Reflexion wiederfinden. So passiert vor wenigen Tagen, als ein Anwalt aus Chicago namens Bill Pintas sich dort gerade entspannen wollte. Pintas beschreibt diese heiße Erlebnis mit folgenden Worten:

„I felt like I had a chemical burn. I couldn’t imagine why my head was burning. Within 30 seconds, the back of my legs and back were burning. My first thought was ‚Jesus, they destroyed the ozone layer“

Doch damit nicht genug. Sogar einige seiner Haare verschmorten und ein mitgebrachter Plastiksack schmolz. Was im ersten Moment vielleicht nach einer guten Idee eines findigen Anwalts zum Abkassieren klingt, ist in Wirklichkeit gar nicht so weit hergeholt. Laut Angestellten des Vdara Hotels ist dieses Problem nämlich schon seit längerer Zeit bekannt und es wird auch schon mit allen Mitteln nach einer Lösung dafür gesucht. So hat man zum Beispiel bereits die Fenster mit einer speziellen Folie beschichtet, welche die Reflexionen um bis zu 70 Prozent reduzieren soll. Da dies aber scheinbar aber nicht viel genützt hat, denkt man nun darüber nach, den betroffenen Teil der Poollandschaft zu überdachen. Bis dahin wird den Besuchern geraten, den Teil des Pools einfach zu meiden.

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