Prahlad Friedman bei UB! Phil Hellmuth zu Zynga?

Gestern Nacht rauschte es über die Newsticker – Prahlad Friedman hat bei UB unterschrieben! Wie hochgepokert bereits Anfang der Woche berichtete, war der 32-Jährige ein sicherer Kandidat für einen Platz im Pro-Team von Ultimate Bet. Allerdings sorgte schon alleine das Gerücht seiner möglichen Vertragsunterzeichnung schon für mächtig Wirbel. Denn Friedman war eines der größten Opfer des legendären Superuser-Skandals und dementsprechend von diesem Pokerroom wenig begeistert. Zudem propagandierte er lange Zeit seine ‚Anti Sellout Policy‘, wollte sich also keinesfalls jemals irgendeinem Sponsor verkaufen.

Kein Wunder also, dass es schon im Vorfeld Kritik hagelte und eine ganze Reihe von Pokerpros sich über den vermeintlichen Deal empört haben. Als nun das offizielle Presseschreiben über den Coup von UB die Runde machte, wurde direkt nachgelegt.

Mark Gahagan (Cardrunners) fragte: „So lange Prahlad nicht Phils und Annies Geld, sowie einen Superuser Account bekommen hat […] macht das keinen Sinn. […] Hat jemand Ahnung, was für eine Art Deal Friedman bei dem ’neuen‘ UB hat?“.

Gavin Griffin verkündete: „Traurig … Prahlad ist die Patty Hearst des Poker“ (Anm.: Patty Hearst wurde als 19-Jährige von einer linksradikalen Guerillagruppe entführt, schloss sich jedoch nach ihrer Freilassung der Gruppe an).

Pokerpro und Donkdown-Betreiber Brian Micon witzelte: „Du hast mir mein Herz gebrochen, Kleiner – gerade als ich angefangen habe dich zu mögen.“ Verdächtig ruhig war hingegen Daniel Negreanu. Der Kanadier war einer der größten Kritiker im Vorfeld, hat sich jedoch nach der Verpflichtung nicht geäußert.

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Friedman selbst, der normalerweise ständig auf Twitter und Co. aktiv ist, war die vergangene Woche nicht zu erreichen. Nach der Pressemitteilung war er aber direkt zur Stelle: „Es ist offiziell! Ich bin im UB Team. […] Viele von euch haben kritische Fragen. Ich verstehe das und werde euch viele Antworten in den kommenden Interviews liefern. […] Ich sagte, ich würde nie bei einer Seite unterzeichnen, aber ich habe mich mit Freunden und der Familie unterhalten und meine Entscheidung eben geändert. Ich bin sehr zufrieden mit meiner Entscheidung bei UB zu unterschreiben. Es gibt immer ‚Hater‘, aber das führt zu nichts.“

Der US-Amerikaner will nun durchstarten und verspricht sich von seiner Verpflichtung einiges. Sein Vertrag soll ihm viele „kreative Freiheiten“ lassen und Prahlad Friedman will als positives Vorbild zum neuen Aushängeschild für UB werden. Dafür will er auch einen Teil seiner Gewinne auf UB für wohltätige Zwecke spenden.

Sein Vorgänger, Phil Hellmuth, hat sich im Übrigen auch schon über die eigene Zukunft geäußert. In einem Interview sagte er, dass ihm alle Türen offen stehen und dass er sich durchaus eine untergeordnete Rolle in einem großen Team wie PokerStars oder Full Tilt vorstellen könne. Aber auch kleinere Räume sind denkbar. Bemerkenswert war, dass der elffache Braceletgewinner auch Zynga erwähnt hat. Der milliardenschwere Softwaregigant ist für Facebook-Applikationen wie etwa Farm Ville bekannt, will jedoch auf Facebook auch den Pokermarkt erobern. Über eine Verpflichtung bei der WSOP, die ebenfalls den Onlinemarkt anstrebt, sprach Hellmuth jedoch nicht.

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