Twitter: Doyle Brunson tritt ins Fettnäpfchen

Mit Twitter, Facebook und Konsorten ist das ja so eine Sache. Die Möglichkeit, rund um die Uhr der gesamten Welt mitzuteilen, was man sich gerade denkt, eröffnet leider auch eine Vielzahl an Gelegenheiten, sich zu blamieren. Dies musste Doyle Brunson am Wochenende feststellen.

Doyle zählt ja, einmal abgesehen von Daniel Negreanu zu den fleißigsten und kreativsten Twitterusern der Pokerwelt. Nicht zuletzt, da er sich selten ein Blatt vor den Mund nimmt und auch unpopuläre Meinungen vehement vertritt. Egal ob er sich gegen eine staatliche Krankenversicherung ausspricht, oder die liberalen Waffengesetze verteidigt: Doyle steht zu seinem Gezwitschere und hat noch nie irgendetwas zurückgenommen. Bis zu diesem Wochenende. Da twitterte Doyle nämlich folgenden Scherz:

Was haben Politiker und Windeln gemeinsam? Man muss sie oft wechseln und das aus demselben Grund.

Ein lustiger, kleiner Scherz, für den ihm eigentlich niemand böse sein kann. Denkt man. Doch Doyle hatte sich dafür leider einen ganz schlechten Zeitpunkt ausgesucht. Wenige Stunden zuvor war nämlich Jared Loughner in Arizona Amok gelaufen und hatte ein politisch motiviertes Attentat auf die Demokratin Gabrielle Giffords durchgeführt. Sechs Menschen, darunter ein neunjähriges Mädchen, mussten dabei sterben, 14 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Giffords selbst kämpft immer noch um ihr Leben.

Die gesamte USA befand sich nach diesem Attentat in einem kollektiven Schockzustand, quer durch alle Lager. Sofort entbrannte eine Diskussion, ob die aufgeheizte politische Stimmung im  Land – Tea Party und Sarah Palin lassen grüßen – schuld war an diesem Verbrechen. Doyle hatte von alldem aber leider nichts mitbekommen. Dementsprechend hagelte es für ihn auch negative Antworten auf Twitter. Als er jedoch die Situation realisiert, entschuldigte er sich sofort in aller Form:

Entschuldigt bitte den politischen Scherz. Leider lebe ich unter einem Stein und hab von dem Vorfall in Arizona nichts mitbekommen. Es tut mir sehr leid!

Dies vor Augen kann man Doyle natürlich nicht böse sein. Schließlich wollte er nur einen unschuldigen, kleinen Witz machen und hat dabei nur ein ganz schlechtes Timing bewiesen…

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben