Paul Rooij der Wettpate: Heute spiele ich Poker

In der gestern erschienen Ausgabe des Stern gibt der niederländische Wettpate Paul Rooij ein Exklusivinterview. René Schnitzler beschuldigt ihn, der Drahtzieher hinter den vermeintlichen Spielmanipulationen im aktuellen Bundesligaskandal zu sein.

Rooij hat eine bewegte Vergangenheit, er ist seit seinem 16. Lebensjahr selber Spieler. Er spricht ausgezeichnet Deutsch, gelernt hat er die Sprache durch seine mehrjährige Haft hierzulande. Wie nicht anders zu erwarten streitet Rooij Schnitzlers Anschuldigen ab – er dreht den Spieß sogar um und behauptet, die Spieler die ihn heute anschuldigen würden ihm Geld schulden. Als die Redakteure vom Stern nochmals wegen der Anschuldigungen gegen ihn nachfragen, antwortet Rooij „Ich würde nie jemanden verraten. Niemals ! Selbst wenn mir lebenslänglich Gefängnis droht.“

Auch Rooij gibt an genau wie Schnitzler spielsüchtig gewesen zu sein: „War ich mal, ein paar Jahre, dass ist sehr lange her. Dann habe ich mir gesagt: Schluss jetzt! Dann war Schluss. Ist eine Kopfsache.“ In den 90ern hat Rooij sogar ein illegales Kasino in Düsseldorf betrieben. Zielgruppe waren die Düsseldorfer Japaner – jedoch haben diese laut Rooij nicht so hoch gezockt wie die Chinesen. Nach einem Jahr gab der Holländer das Geschäft auf.

Insgesamt hat der schlaksige Sportwetter fünfeinhalb Jahre in deutschen Gefängnissen abgesessen – aktuell hat er Einreiseverbot. Damals wurde er in Deutschland mit mehreren Hundert Kilo Marihuana erwischt. Nach seiner Haft habe er sich den Fußballwetten gewidmet. Heute würde er nur noch Poker spielen sagt Rooij. Der Stern fragt, wie oft er als Profi beim Pokern verlieren würde. Die Antwort: “ Keine Ahnung! Ich bin Zocker, ich bin Spieler. Wenn ich verliere, putze ich mir den Mund ab und fertig!“

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