High Rolling auf See – Luxusjacht im Casino Stil geplant

Wer kennt das nicht. Das Geld lagert auf den Cayman Islands und das Gold in den Tresoren der schweizer Banken. Häuser und Villen nennt man sein Eigen und auch den langen ersehnten, eigenen Pokerclub in London hat man kürzlich erworben. Kurzum, das Leben eines Ballas wird schnell langweilig.

Aber auf der Skala „Was kostet die Welt?“ scheint es nach oben hin kein Limit zu geben. Das merkten auch Phil Ivey und Tom Dwan, als sie sich mit schwerreichen Chinesen an den Pokerfilz setzten. Die asiatischen Geschäftsmänner sollen Yachten besitzen, die sich selbst die erfolgreichen Poker-Pros nicht leisten könnten. Was es jedoch nun gibt, schlägt dem Fass endgültig den Boden aus und auch die chinesischen Businessmänner müssten wohl zusammenlegen, um sich den neusten Traum einer Yacht zu kaufen.

Die britische Firma Yacht Island Design hat zusammen mit den Schiffdesignern von BMT Nigel Gee Ltd. eine ‚Concept Yacht‘ der Superlative entworfen. Das gigantische Luxusschiff soll 155 Meter lang werden und mit 15 Knoten (fast 27,8 Km/h) über die Weltmeere fahren.

Nur zum Vergleich, der weltberühmte Luxusliner RMS Queen Elizabeth, mit einer Besatzung von fast 1.000 Personen und Platz für fast 2.300 Gäste, hat eine Länge von 314 Metern. Dagegen soll der Gigant aus Stahl und Aluminium gerade einmal 16 Passagiere und 70 Seeleute beherbergen.

Der Clou der ‚Streets of Monaco‘ ist das außergewöhnliche Design. Das ist nämlich tatsächlich den Straßen von Monaco nachempfunden. Auf den Konzeptbildern wirkt das Ganze auch ein wenig wie ein Las Vegas Casino mit dem Thema Monaco, verbaut auf einen Flugzeugträger. Doch als Käufer hat man sicherlich auch ein wenig Mitspracherecht, zumal die Yacht ja ohnehin nur auf Wunsch angefertigt wird.

Geplant sind neben den üblichen Luxusstandards, ein eigener Strand, ein Tennisplatz sowie ein Hubschrauberlandeplatz. Auf dem Entwurf im Übrigen sehr verwirrend, da der Helikopter auf dem Tennisplatz steht – was mache ich aber, wenn ich Tennisspielen will und gerade niemanden habe, der den Hubschrauber mal eben für mich wegfliegt?

Dazu gibt es mehrere ‚Beiboote‘ (die anderen Ortes wohl selbst als Yacht durchgehen würden), ein Uboot sowie eine eigene Kartbahn. Diese ist in das Stadtbild Monacos integriert und empfindet den Grand Prix von Monaco nach. Ebenso Sightseens wie etwa das Casino.

Im Inneren der Yacht soll es auf insgesamt 445 Quadratmetern dann so richtig gemütlich werden. Sieben Suiten für Gäste, ein eigener Baderaum, ein Zimmer zum Ankleiden, eine Rezeption und einen Balkon … natürlich mit Meeresblick. Die drei Ebenen werden im Atrium zusammengeführt, welches ein weiteres designerisches Highlight darstellt..

Doch kommen wir zum Preis und der hat es in sich. Geschätzte $1,1 Milliarden soll das Schiff kosten, was die potentielle Käuferschaft ein wenig einschränkt. Doch wer jetzt laut aufschreit „Soviel zahlt doch keiner!“, dem sei gesagt, dass Roman Abramovich für seine Eclipse am Ende fast 800 Millionen Euro gezahlt haben soll.

Die M/Y Eclipse ist mit 163,5 Metern die längste private Yacht der Welt, hat jedoch ein eher gewöhnliches Design. Es ist also durchaus denkbar, dass Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum, der seit dem Bau der Eclipse, nur noch die zweitgrößte Yacht besitz, mit dem Kauf der Streets of Monaco liebäugelt.

Vielleicht legen aber auch einige Pokerpros ihr Erspartes zusammen und kaufen sich ein schwimmendes Las Vegas. Wenn sie genug schwerreiche Geschäftsmänner zu privaten Nosebleed-Games einladen, würde sich die Investition vielleicht sogar langfristig lohnen.

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