Plant bwin den Verkauf von Ongame?

Die Fusion des österreichischen Online-Sportwettenanbieters bwin mit dem britischen Online-Gameing-Anbieter PartyGaming zu bwin.party digital entertainment (Hochgepokert berichtete), könnte zum Verkauf der in Stockholm (Schweden) ansässigen bwin Tochter Ongame führen. Das berichtet zumindest die Tageszeitung DIE PRESSE unter Berufung auf einen Sprecher von bwin. Da PartyGaming selbst über ein Pokerangebot verfügt, sei Ongame überflüssig, schreibt die Zeitung. Eine Einschätzung, die man nicht wirklich teilen kann. Wahrscheinlicher ist es, dass beide Pokerbereiche zusammengelegt werden. Dadurch würde sich bwin.party hinter PokerStars und Full Tilt Poker auf der dritten Position am Weltmarkt in Stellung bringen.

Dies scheint strategisch von Vorteil, da bwin.party am US-Markt aktiv werden will, sobald dieser wieder für die Anbieter von Online-Poker zugänglich ist. Ein großer Spielerbestand würde den Markteintritt erleichtern. Ongame wurde 2006 von bwin gekauft, konnte die Erwartungen aber nicht erfüllen, da man sich infolge des Unlawful Internet Gambling Enforcement Act aus den USA zurückzog. Ongame akzeptiert seitdem keine US-Spieler mehr. Auf PokerStars und Full Tilt sind Spieler aus den USA dagegen erlaubt.

Die Verschmelzung von PartyGaming und bwin ist der bisher größte Deal in der Geschichte der Online-Gaming-Branche. bwin wird am 25. März aus dem Handel der Wiener Börse genommen. Am 1. April wird dann bwin.party in den Londoner FTSE-250-Index integriert, in dem mittelgroße Firmen und Unternehmen geführt werden.

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