Peter Eastgate: „Ich würde es kein Comeback nennen.“

Im letzten Sommer überraschte Peter Eastgate mit seinem Rücktritt aus der Pokerwelt. Der Weltmeister von 2008 fühlte sich leer und ausgebrannt. So sehr, dass der Däne sogar die World Series of Poker sausen ließ und lieber nach Südafrika zur Fußball Weltmeisterschaft flog.

Nun kehrt der 25-jährige Pokermillionär zurück an den grünen Filz. Bei der European Poker Tour (EPT) in Kopenhagen (21. bis 26. Februar) wird er die Karten wieder in die Hand nehmen und dann weiter nach Las Vegas reisen. Dort spielt er vom 4. bis zum 6. März bei der NBC National Heads-up Championship und kämpft zusammen mit 63 anderen Topspielern um den Titel sowie $750.000 Siegprämie.

Das prestigereiche Turnier gab unter anderem den Ausschlag für seine Entscheidung zum Comeback, auch wenn Eastgate selbst dieses Wort lieber nicht verwenden will: „Ich würde es kein Comeback nennen. Ich habe immer gewusst, dass die Chance groß ist, dass ich einmal wieder spielen werde.“ An der Heads-up Championship kann man nämlich nur per Einladung teilnehmen. Und als Weltmeister von 2008 hat Eastgate für dieses Jahr noch einen Seat. Als nun eine Einladung der NBC per E-Mail bei Eastgate eintrudelte, kribbelte es in seinen Fingern: Diese Option wollte er sich nicht entgehen lassen.

Im Übrigen wird Peter Eastgate weiterhin für PokerStars spielen. „Während meiner Abwesenheit vom Poker hat mich PokerStars sehr unterstützt“, wird Eastgate in einer Presseaussendung von PokerStars zitiert. Deshalb wäre Eastgate froh, dass er zwei Events „mit einem PokerStars-Sponsoring spielen werde“.

Seine Bracelet-Versteigerung kommentierte Eastgate ebenfalls. „Es gab ein paar Fragen bezüglich des Verkaufs meines WSOP Bracelets. Ich habe nicht versucht, den Namen der WSOP dadurch schlecht zu machen. Der Verkauf war nicht als Statement zu verstehen. Es wurde verkauft um Geld für UNICEF zu sammeln und ich bin stolz, dass dabei über 100.000 Pfund zusammen gekommen sind.“

Ob er nach seinen Auftritten bei der EPT und der NBC Poker erneut an den Nagel hängt oder in den Pokerzirkus zurückkehrt, steht noch nicht fest. Zumindest hat ihm seine Auszeit gut getan. Peter Eastgate steckt voller Tatendrang. „In dem Wirbel, der nach meinem WSOP-Sieg folgte, verlor ich den Bezug zum Allerwichtigsten – zu mir selbst. Letzten Sommer entschied ich mit dem Pokern aufzuhören, durchzuatmen und herauszufinden, wer ich bin und was ich mit meinem Leben anfangen will. Über die letzten acht Monate hinweg habe ich es geschafft wieder mit meinen Freunden und, was noch wichtiger ist, meiner Familie in Kontakt zu kommen. […] Ich genieße es wirklich, Poker zu spielen. Ich liebe den Wettkampf und die Herausforderungen, die es im Turnierpoker gibt. Als Person muss man ständig wachsen. Aber ich habe gefühlt, dass ich mich in eine falsche Richtung bewege. Als ich nun Zeit hatte, um über mein Leben und die Zukunft nachzudenken, habe ich herausgefunden, wie ich es schaffe, Poker mit einem gesunden Lebensstil zu kombinieren.“

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