Cash Kings: Jan Peter Jachtmann stellt sich der Herausforderung!

Erst Markus Golser, dann Nasr El Nasr und jetzt der Macher des Poker Blatt: Jan Peter Jachtmann spielt bei Cash Kings! Der Journalist, Kolumnist, Chefredakteur und Marketingexperte will sich das neue Live-Format und die hohe Cash Game Runde im Kings Casino Rozvadov (Tschechien) nicht entgehen lassen. Blinds von €25/€50 und €50/€100 sowie eine Mindestauflage von 10.000 Euro können Jan Peter Jachtmann nicht erschrecken. Er spielt mit um das große Geld. Gunther Sosna sprach für Hochgepokert.com mit Jan Peter Jachtmann über die Stärken von Markus Golser, die Leichtigkeit des Bankrollmanagments und die Bedeutung von Cash Kings für die Medienlandschaft.

Gunther Sosna: Jan Peter, du bist gerade erst aus Bregenz zurück, wo du die CAPT gespielt hast. Jetzt hast du dich für Cash Kings in Tschechien angemeldet. Aber du hörst dich ganz schön verkühlt an. Bis du überhaupt einsatzfähig?

Jan Peter Jachtmann: In Bregenz wird beim Cash Game noch gequalmt. Ich bin aber kein guter Passivraucher und fang mir dazu noch schnell eine Erkältung ein. Deshalb ist meine Stimme etwas angegriffen, die Bronchien ohnehin und ich muss mich mit Tee wieder aufmöbeln.

Gunther Sosna: Aber für Cash Kings hast du trotz Erkältung gemeldet?

Jan Peter Jachtmann: Grundsätzlich fahre ich öfter ins Kings Casino, weil ich mich dort sehr wohlfühle. Es besteht ja auch eine lange Verbundenheit zum Haus. Ich bin sozusagen ein Partner der ersten Stunde. Die Turniere mit einem garantierten Preisgeld von 50.000 Euro, die Kings Classic, haben ich mit ins Leben gerufen und mit meiner Agentur vermarktet. Außerdem konnte ich verschiedene Kooperationen eingefädeln, die auch den Bekanntheitsgrad des Kings gesteigert haben. Damals war das Casino relativ unbekannt, heute ist das Kings eine sehr gute Poker-Adresse in Europa. Da besteht natürlich eine Verbundenheit. Zudem ist das Kings immer noch ein Kunde vom Poker Blatt. Es gibt zwischen uns also eine Triple-Win-Situation. Ich habe als Dienstleister für das Kings gearbeitet, die Turniere im Kings werden weiterhin im Poker Blatt promotet und es wird Werbung geschaltet. Das ist eine runde Sache

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Gunther Sosna: Der Start beim Cash Kings ist also keine rein spontane Entscheidung?

Jan Peter Jachtmann: Unter uns, der Boss des Kings, Leon Tsoukernik, hat mich vor ein paar Tagen angerufen und gefragt, ob ich bei diesem neuen Format und dieser hohen Partie spielen will. Er weiß eben auch, dass es mit mir am Tisch selten langweilig wird. Ich habe ihm sofort zugesagt.

Gunther Sosna: Du hast nicht gezögert? Es geht immerhin um eine Menge Geld.

Jan Peter Jachtmann: Bankrollmanagement war noch nie meine Stärke (lacht). Deshalb schrecke ich vor solchen Limits nicht zurück. Wenn das Geld weg ist, dann muss ich eben kurzfristig kleinere Brötchen backen. Aber es ist grundsätzlich ein Reiz, gegen starke Spieler anzutreten und sich mit ihnen zu messen, auch wenn es um viel Geld geht. Aber es sollen ja auch einige nicht so erfahrene Leute dabei sein, die aber reichlich Cash dabei haben. Da steigt mein Erwartungswert doch wieder an, oder?

Gunther Sosna: Ja, aber mit Markus Golser und Nasr El Nasr sind mindestens zwei Sharks am Tisch.

Jan Peter Jachtmann: Nun, Nasr kenne ich hauptsächlich von Live-Turnieren. Cash Game spielt er hauptsächlich online und da treibe ich mich nicht rum. Zum Spiel von Markus kann ich schon mehr sagen, weil wir häufiger beim Cash Game aufeinandergetroffen sind. Er hat ein gutes Timing und seine Spielweise ist recht beeindruckend.

Gunther Sosna: Du wirst die Konfrontation mit Markus Golser vermeiden?

Jan Peter Jachtmann: Wie kommst du darauf? Natürlich nicht. Er ist zwar Kolumnist beim Poker Blatt, aber beim Cash Kings hat er Geld vor sich stehen, und das will ich haben. Spaß beiseite. Markus ist ein exzellenter Spieler, das ist unbestritten. Aber die Zeiten haben sich geändert. Sein früherer Erfahrungsvorsprung
beim Pot Limit Omaha ist erheblich geschrumpft. Die Gegner holen immer mehr auf. Auch Markus hat schon die eine oder andere schmerzliche Erfahrung machen müssen, dass er zwar immer noch zu den absolut besten Cash Game Spielern in Europa gehört, aber die Spitze immer breiter wird.

Gunther Sosna: Ein anderes Thema. Cash Kings wird als Livestream übertragen. Was hältst du von dieser Form Cash  Game zu präsentieren?

Jan Peter Jachtmann: Ich halte das Format schon jetzt für sehr gut, da der Zuschauer einen realistischeren Eindruck davon bekommt, was beim Cash Game wirklich abgeht. Mal abgesehen davon, dass man die Karten der Spieler zeigt, geht es doch vor allem um die wirkliche Action. Man darf sich nichts vormachen. Auch beim Cash Game gibt es Phasen, wo nichts passiert. Da wird gefoldet, was das Zeug hält. Da kommt dann der Stimmung am Tisch und dem Klima zwischen den Spielern eine wichtige Aufgabe zu.

Gunther Sosna: Was meinst du damit?

Jan Peter Jachtmann: Talk am Tisch muss sein. Ich bin nicht wie einige Spieler total abwesend, sondern bringe zwischendurch mal einen lockeren Spruch, um Spaß zu haben oder einen Gegner aus seinem Schneckenhaus zu locken. Wenn ich einen tighten Spieler frage, ob er seine Kasse schon geschlossen hat oder noch ne Fahrkarte lösen will, spielt er vielleicht mehr Hände. Solange es fair zu geht, ist der Talk am Tisch wichtig, richtig und notwendig, auch um die Zuschauer zu unterhalten. Es ist eine andere Form von Entertainment.

Gunther Sosna: Warum setzt das Poker Blatt eigentlich nicht stärker auf das Internet?

Jan Peter Jachtmann: Poker Blatt ist für mich in Deutschland das Printmedium Nummer eins, wenn es um Poker geht. Wir machen einen Titel, der mit einer Auflage von 45.000 Exemplaren am Markt präsent ist. Das ist eine Größe, mit der wir leben können und wollen. Deshalb setzen wir bewusst nicht auf Blogs, Telefoninterviews oder Live-Sendungen, wie ihr das bei Hochgepokert.com macht. Da seit ihr mittlerweile mit Abstand die beste deutschsprachige Seite im Netz. Mit dem neuen Format werdet ihr sicher noch mehr Zugriffe bekommen. Aber, das weißt du ja besser als ich, der Aufwand ist gewaltig. Deshalb bleiben wir bei unserer Kernkompetenz und machen eine Print-Ausgabe. Der Werbemarkt ist hart umkämpft, klar, aber wir haben immer noch Zuwächse zu verzeichnen. Einige Pokermedien werden verschwinden, das ist sicher, aber das Poker Blatt bleibt als starkes Fachmagazin erhalten.

Gunther Sosna: Jan Peter, wird man im Poker Blatt demnächst einen Bericht aus deiner Feder über das Cash Kings lesen können?

Jan Peter Jachtmann: Wir werden auf jeden Fall darüber berichten, vielleicht sogar als TV-Spiel des Monats.

Gunther Sosna: Dank für deine Zeit, wir sehen uns zur Übertragung von Cash Kings wieder.

Hochgepokert.com überträgt Cash Kings exklusiv und ungeschnitten Freitag, Sonnabend und Sonntag, 4. bis 6. März, jeweils von etwa 21 Uhr bis 1 Uhr morgens als Livestream. Gespielt wird No Limit Hold’em oder Pot Limit Omaha.

Zur Person: Sein erster Eintrag bei Hendon Mob weist Jan Peter Jachtmann als Veteran der deutschsprachigen Pokerszene aus. Aber schon 2001 gewann er seine ersten Seven-Card-Stud Turniere in Schenefeld, Hamburg und Berlin.

Beim Winter Poker Tournament 2003 in Berlin erreichte Jachtmann beim € 500 Seven Card Stud Split den 7. Platz. 2006 landete er beim Superfinal im No Limit Hold’em des Winter Tournament in Seefeld (Österreich) auf dem 3. Rang, was ihm rund 13.430 Euro einbrachte. Das Jahr lief ohnehin gut für Jachtmann: Bei zehn Turnieren kam er ins Geld, siebenmal spielte er am Final Table. Bei der Hamburg Poker Championship 2008 verpasste er nur knapp den Titel, wurde Zweiter (Preisgeld: 17.700 Euro).

Bei den Deutschen Meisterschaften (Buy-In: 1600 Euro) im gleichen Jahr kam er wieder auf den 2. Platz (Preisgeld: 51.200 Euro). Bei der CAPT Velden holte er sich 2010 beim € 1.500 Seven Card Stud Event den Titel und 21.890 Euro Preisgeld. Jachtmann, der bei Live-Turnieren rund 300.000 Euro gewinnen konnte, gilt in der Pokerszene als sehr guter Allrounder, der selbst einer hohen Cash Game Partie nicht aus dem Weg geht.

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