USA: Cops nehmen millionenschweren Glücksspielring hoch

Ein Spezialkommando der Polizei in Houston (US-Bundesstaat Texas) eine Bande hochgehen lassen, die Glücksspiele für die Geldwäsche genutzt haben soll. Die Gang war schon lange im Visier der Ermittler, die mit Hilfe von Undercoverbeamten die mutmaßlichen Verbrecher infiltrierte. Letzten Freitag war es dann so weit und in einer koordinierten Gemeinschaftsaktion mit mehreren Departements stürmten die Beamten mindestens vier Glücksspielhallen sowie ein Büro und die privaten Häuser der Verdächtigen in den Counties Harris, Brazoria und Fort Bend.

Die Bilanz der groß angelegten Razzia kann sich sehen lassen. Bei den vermeintlichen Drahtziehern wurde Bargeld in verschiedenen Währungen im Wert von etwa 1,5 Millionen US-Dollar beschlagnahmt. Dazu sicherte die Polizei diverse nicht gemeldete Schusswaffen, Schmuck, Fahrzeuge ja sogar Boote, die allesamt zum Equipment der Gang gehören sollen. Des Weiteren wurden noch verschiedenen Konten mit einem Gesamtvermögen von rund $200.000 eingefrorenen. Fünf Personen wurden festgenommen: Terry Wayne Donalson (39, Foto), seine Ehefrau Nancy Donalson (33), Alton Donalson (76), James Keith (74) und Mario Flavio Correa (40). Trotz der Polizeiaktionund dem schnellen Zugriff befindet sich ein Verdächtiger, Carlos Delgado (39), noch auf freiem Fuß.

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Die fünf Inhaftierten werden heute dem Strafrichter vorgeführt, der dann auch den Verhandlungstermin festlegen wird. Die derzeitige Kaution der Verdächtigen beträgt nicht weniger als $500.000 pro Person und wird wohl auch nicht gesenkt werden.

Die Bande wird der Geldwäsche bezichtigt und soll die Glücksspielgesetzte umgangen zu haben. Bei ihren 8-Liner Maschinen beispielsweise sollen viel zu hohe Auszahlungen möglich gewesen sein – erlaubt ist maximal das Zehnfache des Wetteinsatzes und höchstens $5. Ob dies direkt in Verbindung mit dem Verdacht der Geldwäsche steht, oder ob die getunten Spielautomaten einfach mehr Zocker anlocken sollten, ist derzeit noch nicht bekannt.

Jeder der Verdächtigen sieht sich einer Gefängnisstrafe von bis zu 99 Jahren sowie einer Geldbuße von $10.000 entgegen. Als ob ein so langer Aufenthalt hinter Gittern noch nicht schon genügen würde, meldet sich nun auch die Finanzbehörde. Die Familie Donalson soll bei der Registrierung ihrer Häuser geschummelt haben, um so Steuervergünstigungen zu ergaunern.

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