Bay 101 Shooting Star: Matusow verpasst den WPT-Sieg … mal wieder

Mit „Jungs und Mädchen, dieses mal bin ich dran!“ kündigte Mike Matusow optimistisch seinen ersten WPT-Sieg an. Ein wenig zu optimistisch, aber der redselige 42-Jährige heißt ja nicht ohne Grund ‚The Mouth‘. Zudem war das noch an Tag 3, als er gerade Tyler ‚puffinmypurp‘ Reiman auf Rang sieben aus dem Turnier nahm und so die ‚TV-Bubble‘ zum Platzen brachte.

Heute Nacht ging es dann an den sechsköpfigen Final Table des Bay 101 Shooting Star Event und der war neben Matusow mit Mike Sexton, Vivek Rajkumar und Steven Kelly stark besetzt. Am Ende war es jedoch keiner der ‚Big Names‘ der den Sieg einstrich, sondern Alan Steinberg, der sich via Satellite für dieses $10.000-Turnier qualifiziert hatte. Doch rollen wir das Feld von hinten auf.


Seat 1: Mike Matusow – 2,173,000 (109 BBs)
Seat 2: Mike Sexton – 363,000 (18 BBs)
Seat 3: Alan Sternberg – 3,701,000 (185 BBs)
Seat 4: Vivek Rajkumar – 1,616,000 (81 BBs)
Seat 5: Steven Kelly – 4,169,000 (209 BBs)
Seat 6: Casey McCarrel – 430,000 (22 BBs)

Aufgrund der ungleichen Chipverteilung war klar, dass zunächst einmal die Shorties agieren mussten. Poker-Veteran Mike Sexton brauchte auch nicht lange um seinen kleinen Stack in die Mitte zu bringen, wurde jedoch nicht gecallt. Nach rund einer Stunde war es dann soweit und nachdem Matusow eröffnet hatte, pushte Sexton mit KcQs. Matusow callte mit dem schwächeren König KhJd, traf jedoch einen Buben auf den River, was das Aus für Sexton bedeutete. Der Moderator der World Poker Tour kassierte $148.000.

Nur drei Hände später witterte der zweite Shorty am Tisch seine Chance. Casey McCarrel setzte alles auf AhQh und wurde von Rajkumar mit JcTs gecallt. Der Flop brachte direkt eine Zehn und McCarrel ($221.800) bekam keinerlei Hilfe, sodass es zu viert weiterging.

Die folgende Stunde war recht wenig spektakulär, dafür wurden die Railbirds dann mit einem absoluten Monsterpot versöhnt. Sternberg eröffnete und Rajkumar ging in Position drüber. Nach reichlich Bedenkzeit callte Sternberg und der Flop kam mit As6c5h. Sternberg spielte einen Check-Raise, der von Rajkumar gecallt wurde. Der Turn brachte eine Dame und Sternberg setzte eine große Bet in Höhe des Pots. Rajkumar dachte lange nach, bis er schließlich callte.

Der River brachte eine weitere Dame. Sternberg annoncierte ohne Zögern das All-in und wurde prompt gecallt. Rajkumar zeigte Damen zum Vierling und Sternbergs Fullhouse 6d6s war nicht gut genug. Rajkumar türmte rund 3,5 Millionen vor sich auf, während Sternberg auf 1,4 abgerutscht war. Die Führung zu diesem Zeitpunkt hielt immer noch Kelly, der mittlerweile auf 5,2 Millionen ausgebaut hatte. Matusow lag bei 2.4 Millionen und direkt nach der Hand startete ein neues Blindlevel (15.000/30.000; 5.000).

Rund eine Stunde später bekam Sternberg die Revanche und konnte einen großen Pot gegen Rajkumar gewinnen und schröpfte direkt im Anschluss auch noch Matusow. Sternberg lief heiß und konnte auch noch einen fast drei Millionen schweren Pot von Kelly kassieren, sodass er zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der Chips hielt.

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Danach zog sich das Spiel wie Kaugummi. Rund sechs Stunden nach der ersten gespielten Hand platze der Knoten und Steven Kelly nahm mit KhQc Vivek Rajkumar KdJc vom Tisch. Rajkumar, der erst vor zwei Wochen bei der WPT L.A: Poker Classic Runner-up wurde und schon ein WPT-Bracelet sein Eigen nennt, kassierte $295.800.

Knapp eine weitere Stunde darauf erwischte es Mike Matusow ($369.800). Der pushte shortstacked mit 9d2s und wurde von Sternberg KhQh an die Rails geschickt. Damit war einmal mehr der Traum vom WPT-Titel für ‚The Mouth‘ ausgeträumt. Im Übrigen war Mike der letzte ‚Star‘ im Feld und Sternberg kassierte eine $5.000 Bounty für den Abschuss.

Kelly und Sternberg waren zu Beginn des Heads-up mit einem Unterschied von gerade einmal drei Big Blinds auf Augenhöhe. Nach nur 20 Händen war Sternberg jedoch deutlich davongezogen und führte mit 5:1. Kelly konnte nicht mehr ins Spiel finden und bei Hand #235 am Final Table fiel die Entscheidung. Kelly eröffnete und Bully Sternberg setzte seinen Gegner All-in. Der callte und es kam zum Showdown:

Kelly: AsQc
Sternberg: Ts8s
Board: Qd8h7h7s … River 8c

Sternberg war der Sieger, kassierte knapp über eine Million und erhält neben der Bay 101 Trophäe auch noch ein WPT-Bracelet. Runner-up Steven Kelly wird sich mit seinen fast $600.000 Preisgeld sicherlich auch schnell anfreunden.

1st: Alan Sternberg – $1.039.000
2nd: Steven Kelly – $595.300
3rd: Mike Matusow – $369.800
4th: Vivek Rajkumar – $295.800
5th: Casey McCarrel – $221.800
6th: Mike Sexton – $148.000

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