Im Gespräch mit dem neuen Full Tilt Poker Pro Fabian Quoss!

Fabian Quoss ist jetzt ein Full Tilt Pro! Das hat der Nürnberger Hochgepokert.com Redakteur Martin Tschiggerl verraten, der ihn in Wien bei der World Poker Tour traf. Hochgepokert.com nutzte die Gelegenheit zu einem Gespräch mit Fabian Quoss über seinen Deal mit Full Tilt.

Hochgepokert.com: Herr Quoss, Sie haben bei Full Tilt einen Vertrag als Pro unterschrieben. Darf man erfahren, was Sie verdienen?

Fabian Quoss: (lacht) Wenn ich auch erfahren darf, was Ben Kang und der Rest vom Hochgepokert-Team so verdient. Spaß beiseite, natürlich werde ich mich nicht in der Öffentlichkeit über Vertragsdetails auslassen.

Hochgepokert.com: Aber Sie verraten den Leserinnen und Lesern von Hochgepokert.com wie es zu der Vereinbarung mit Full Tilt kam?

Fabian Quoss: Seit meinem goldenen Upswing-Herbst 2010 in London wurde ich regelmäßig von einigen Pokerseiten kontaktiert. Auch mit den Verantwortlichen von Full Tilt hatte ich dort im Rahmen der WSOPE ein sehr angenehmes Gespräch. In der Folge blieben wir in regelmäßigen Kontakt und am Ende meines Australienaufenthalts entschied ich mich zu dem Schritt, Full Tilt Poker das Ja-Wort zu geben.

Hochgepokert.com: Warum?

Fabian Quoss: Zum einen war das Angebot von Full Tilt Poker das reizvollste und natürlich war auch der Stellenwert von Full Tilt Poker ein ausschlaggebender Faktor. Ich freue mich nun, in Zukunft das rote Wappen mit Stolz zur Schau tragen zu dürfen.

Hochgepokert.com: Wann und wo werden Sie offiziell als Full Tilt Pro vorgestellt?

Fabian Quoss: Ich denke nicht, dass das Interesse in der Öffentlichkeit ausreicht um eine Pressekonferenz oder Ähnliches zu rechtfertigen (lacht). Ich werde bei meinen kommenden Teilnahmen mit dem Full Tilt Poker Patch spielen und versuchen, mich mit guten Ergebnissen ins Gespräch zu bringen. Eine offizielle Vorstellung wird es wohl nicht geben.

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Hochgepokert.com: Was ganz anderes. Online haben Sie sich ja schon ein recht beachtliches Sümmchen erspielt. Rund 300.000 US-Dollar. Dennoch sind Sie häufig beim Live-Poker anzutreffen. Warum bleiben Sie nicht an den virtuellen Tischen?

Fabian Quoss: Dafür gibt es verschiedene Gründe. Zum einen reise ich viel zu gerne und genieße die Möglichkeit, durch Poker eine Vielzahl an spannenden Orten und Menschen kennenzulernen. Zum Anderen ist das deutlich niedrigere spielerische Niveau im Live-Poker natürlich ein Faktor. Man hat online einfach keine Möglichkeit, regelmäßig Turniere mit vergleichbaren Buy-Ins zu spielen, die dann noch dazu mit einem deutlich schwächeren Teilnehmerfeld ausgestattet sind. Zu guter Letzt ist für mich, wie bei vielen Dingen im Leben, die Balance ausschlaggebend. Ich bin auch einfach ein viel zu geselliger Typ, um mein ganzes Leben am Schreibtisch zu verbringen.


Hochgepokert.com: Fabian Quoss ist ja als Name eine gute Marke. Kein Wunder, dass Full Tilt da mit einem Vertrag auf der Matte stand. Jetzt wurden Sie von vielen Hochgepokert.com Usern bei Cash Kings am High Stakes Tisch gesehen. War es ein einmaliger Ausflug nach Rozvadov oder sehen wir Sie dort bald wieder in Aktion?

Fabian Quoss: Generell spricht von meiner Seite überhaupt nichts gegen einen nochmaligen Ausflug nach Rozvadov, sofern dieser in meinen Terminplan passt. Ich empfand es dort als extrem angenehm. Die Verantwortlichen sind sehr bemüht, den Spielern ein tolles Ambiente zu bieten und Ihnen nahezu jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Auch hier möchte ich noch einmal allen, die an der Organisation dieses Events beteiligt waren, ein riesiges Kompliment machen!

Hochgepokert.com: Rückblickend, wer war Ihr härtester Gegner? Welchem Spieler sind Sie eher ausgewichen?

Fabian Quoss: Natürlich wissen die meisten Leute an einem Tisch, an dem mit Blinds von 50/100 Euro gespielt wird, was Sie tun. Nicht nur weil er einer meiner besten Freunde ist, muss ich allerdings sagen, dass ich es nicht gerade genieße, Hände gegen Tobias Reinkemeier spielen zu müssen. Er ist in meinen Augen einer der herausragenden Spieler, denen ich bis jetzt begegnet bin. Jeder der sich schon einmal mit Tobi intensiv über Poker unterhalten oder ihn länger beim Spielen beobachtet hat, wird mir da zustimmen. Auch Thorsten Schäfer sollte man nie unterschätzen. Er weiß genau, was er tut und ist mit Sicherheit niemand, gegen den ich gerne spiele.

Hochgepokert.com: Noch eine Frage zu London, ihrem aktuellen Wohnort. Werden Sie jetzt wieder öfters in die alte Heimat fahren für PR-Auftritte und andere Aktionen oder setzt Sie Full Tilt auch bewusst in Ihrer Wahlheimat Großbritannien ein?

Fabian Quoss: Das wird sich in der Zukunft zeigen. Natürlich bin ich für Full Tilt Poker auch und gerade für den deutschen Markt interessant, aber ich habe auch in England schon viele Kontakte geknüpft und bin dort innerhalb der Pokerszene kein Unbekannter. Mir gefällt es unheimlich gut in London und so schnell werde ich meine neue Wahlheimat nicht verlassen. Man wird sehen, wie und ob ich auch dort helfen kann, die Marke Full Tilt Poker weiter nach vorne zu bringen.

Hochgepokert.com: Dank für das Gespräch und viel Erfolg als Full Tilt Pro.

Zur Person: Fabian Quoss kommt ursprünglich aus Nürnberg, lebt heute aber als Poker Pro in London. Auf PokerStars sorgte er unter dem Nickname „fabstinho“ für Furore, als er im September 2009 bei der WCOOP 130.000 US-Dollar gewinnen konnte. Bei der World Series of Poker erreichte er im gleichen Jahr den 2. Platz im $5000 No Limit Hold’em Event, was ihm ein Preisgeld rund $428.000 einbrachte. 2010 konnte er die English Poker Open gewinnen (Preisgeld: $340.000). Beim High Roller Event der European Poker Tour schaffte er es auf den 5. Rang ($167.000). In seiner bisherigen Laufbahn gewann Fabian Quoss online rund $290.000. Bei Live-Events konnte er sich etwa 1,1 Millionen Dollar erspielen. Seit Ende März 2011 ist er bei dem Online-Poker-Anbieter Full Tilt als Profi unter Vertrag.

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