Gus Hansen verliert eine Million

Wie sagte schon der allwissende Cowboy in Big Lebowski: „Sometimes you eat the bear and sometimes the bear, well, he eats you.“ Treffender kann man das swingige Leben auf den Sky High Stakes wohl nicht beschreiben und wenn einer ein Lied davon singen kann, dann mit Sicherheit Gus Hansen.

Bis Anfang letzter Woche war Gustav schlicht ein einfach der dominanteste Spieler des bisherigen Jahres. Über 4,5 Millionen an Gewinnen konnte der Däne bis dahin vorweisen und hatte – von ein paar kleinen Ausnahmen mal abgesehen – eine fast blütenweiße Weste als strahlender Gewinner. Doch: Man kann eben nicht immer gewinnen und so erlebte Gus eine der miesesten Wochen, seitdem er sich letzten Herbst selbst am (kurzen) Schopf gepackt und aus dem Sumpf seines jahrelangen Downswings gezogen hatte.

Er droppte insgesamt fast eine Million Dollar. Den Großteil davon schnappte sich einerseits Phil Galfond in einigen Heads Up Matches, den Rest andererseits verteilte Gus großzügig beim PLO 6-Max unter den stets hungrigen Regulars wie Tom Dwan, No Pasaran und gavz101. Nachdem Gus also im Jänner, im Februar und auch fast im März der größte Gewinner auf den Nosebleed Limits war, ist er bis jetzt der größte Verlierer im noch jungen Monat April. Hoffen wir mal, dass sich dieser Trend nicht fortsetzt, denn diese Verluste sind zwar für sich genommen noch nicht beunruhigend, wecken aber leichte Erinnerungen an das Jahr 2010. Damals war Gus in den ersten Monaten des Jahres auch der strahlende Gewinner auf den Sky High Stakes gewesen, nur um dann auf einen der grausamsten jemals beobachteten Downswings zu gehen.

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Davon ist der Great Dane aber zum Glück noch meilenweit entfernt. Denn trotz seiner kürzlich erlittenen Niederlagen ist er mit 3,5 Millionen auf der Habenseite immer noch schlicht und einfach der größte Gewinner des bisherigen Jahres. Daniel „jungleman12“ Cates – seines Zeichens der erfolgreichste Spieler 2010 – rückt ihm mit gut 2 Millionen aber ein wenig deutlicher auf die Pelle als bisher.

Während es bei Gus abgesehn von einer ein wenig abergläubischen, bösen Vorahnung also nicht wirklich einen Grund zur Beunruhigung gibt, sieht die Sache bei Tom Dwan ganz anders aus. Der setzte nämlich auch in der letzten Woche seine Schussfahrt gen Abgrund fort. Zwar sind die gut 260.000 Dollar, die durrrr unter seinen Gegnern verteilt hat, für sich genommen nicht wirklich viel, gemeinsam mit den restlichen Verlusten des Jahres machen sie Tom mit einem Gesamtverlust von 2,2 Millionen Dollar aber zum größten Verlierer des bisherigen Jahres.

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