Peter Eastgate hat über 1,7 Millionen bei Sportwetten verloren

Bei der EPT Berlin hat es der Weltmeister von 2008, Peter Eastgate gestern in die bezahlten Plätze geschafft und das, obwohl er im Herbst letzten Jahres eigentlich seine Pokerkarriere beendet hatte. Im Endeffekt konnte er den 95. Platz für 10.000 Euro belegen und durfte sich so über seinen ersten Cash seit über einem Jahr freuen. Die 10.000 Euro sind im Vergleich zu den fast 10 Millionen, die er für den Sieg im WSOP Main Event kassiert hatte, zwar nicht einmal ein Pappenstiel, trotzdem dürfte der Däne dafür eine gute Verwendung haben.

Eastgate musste nämlich vor Kurzem zugeben, ein ziemliches Sportwetten-Problem zu haben und seine Verluste dabei teilweise nicht kontrollieren zu können. Er räumte ein, dass ihn alleine die Fußballweltmeisterschaft 2010 unglaubliche 1,7 Millionen Dollar gekostet hat, was selbst bei Karrieregewinnen von fast 11 Millionen Dollar eine ganze Menge ist. Eastgate hatte laut eigenen Angaben bei der WM in Südafrika auf so ziemlich jedes Spiel gewettet und war dabei auch so ziemlich jedes Mal falsch gelegen.

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Mittlerweile meint er aber, dass er dieses „kleine“ Problem im Griff hat, wofür nicht zuletzt die Hilfe seiner Freunde verantwortlich sein dürfte. Die helfen ihm nämlich mit einer Wette gegen die übertrieben hohen Wetten. Wann immer Eastgate jetzt nämlich mehr als 2.000 Euro auf ein einzelnes Sportereignis setzt, oder mehr als diese Summe an einem Tag verliert, muss er gleich noch einmal 20.000 Euro „Strafe“ an seine Freunde bezahlen. In den Monaten, seitdem diese etwas ungewöhnliche Prop Bet läuft, wurden die 20.000 erst ein einziges Mal fällig, als der Däne – wie er selbst sagt – versehentlich mehr als 2k an einem Tag verlor.

Es bleibt zu hoffen, dass Eastgate seine Wettleidenschaft nun ein wenig in den Griff bekommen hat und nicht mehr höher spielt, als ihm gut tut. Er wäre jedenfalls nicht der erste erfolgreiche Pokerspieler, der sich mit Sportwetten in Millionenhöhe ein wenig übernimmt. Sollte er jedenfalls Tipps brauchen, kann er mit Sicherheit – Googletranslation sei Dank – in unserer tollen, neuen Sportrubrik fündig werden. Kollege Koopmann hat bei der WM jedenfalls mit Sicherheit keine Millionen gedroppt…

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