EPT Berlin – Max Heinzelmann Zweiter

Die EPT Berlin ist entschieden und leider hat es nicht ganz für einen deutschen Sieg gereicht. Drei Deutschte Spieler hatten es an den letzten Tisch der EPT Deutschland geschafft, der Sieg ging am Ende aber an den Kanadier Ben Wilinofsky, der im Heads Up den letzten Deutschen Max Heinzelmann besiegen konnte und dafür die schöne Summe von € 825.000 kassieren durfte.

Wilinosfky hatte dabei einen amtlichen Start-Ziel-Sieg hingelegt, schließlich war er als massiver Chipleader an den Tisch der letzten Acht gestartet. Gleich hinter ihm befand sich jedoch Max als bester Deutscher. Max war es aber leider auch, der einen verdammt schlechten Start an den Final Table erwischte und gleich in der siebten Hand einen Riesenpot gegen ein geflopptes Set 5s bei Ben verlor und sich weniger als halbierte, während der Kanadier auf über 10 Millionen hoch schnellte. Doch damit nicht genug der frühen Hiobsbotschaften aus deutscher Sicht.

Wenig Hände später war nämlich leider für den Localhero Jonas Gutteck Schluss, wobei er mit seinen Chips zumindest Max ein wenig sanierte. Jonas pushte mit Js9s All In und bekam von Heinzelmann mit Pocket Kings den Snapcall. Das Board blankte aus und Jonas war der erste Spieler des Tages, der seinen Platz räumen musste. In weiterer Folge erwischte es dann nacheinander den niederländischen PokerStars Pro Joep Van den Bijgaart und den Südafrikaner Darren Kramer, was dazu führte, dass wir bei noch fünf verbliebenen Spielern gleich zwei deutsche Hoffnungen auf den Sieg hatten. Das sollte sich aber leider schnell ändern.

Gleich als nächster musste dann nämlich leider Armin Mette an die Rails verabschieden und wenig überraschen wurde auch ihm der kanadische Dominator Ben Wilinofky zum Verhängnis. Armin pushte nach einem Raise des Schweden Martin Jacobson mit Pocket Deuces All In und wurde vom Kanadier isoliert. Ben zeigte AsKc und Armin flippte somit um sein Turnierleben. Leider fiel die Münze wieder einmal zu Gunsten des Kanadiers und Armin hatte an Rang 5 frei. Auch der nächste Seat Open wurde durch einen Münzwurf entschieden. Dieses Mal war es allerdings Max, der ihn gewann, nachdem er mit Pocket Sixes ein All In von Jacobson mit AhKd gecallt hatte. Dies war übrigens Jacobsons dritter Final Table bei einem EPT Main Event in dieser Saison. Nach zwei zweiten Plätzen hat es aber auch dieses Mal nicht zu einem Sieg gereicht. Da will sich wohl wer nach seiner Pokerkarriere für eine Stelle bei Bayer Leverkusen empfehlen…

Kurze Zeit später schlug dann auch die Stunde des Vadzim Kursevich. Er hatte zwar noch einmal verdoppeln können, lief dann aber in die gefloppte Straße bei Wilinofsky und musste auf Platz 3 seine Sachen packen. Somit saßen sich im Heads Up die beiden Chipleader von zu Beginn des Tages gegenüber: Ben Wilinofsky und Max Heinzelmann. Nur dass der Kanadier nun eine 16 Millionen zu 6,8 Millionen Chiplead innehatte. Bevor es losging, verabschiedeten sich die zwei aber noch in eine einstündige Dinnerbreak. Ob sie sich dabei auf einen Deal einigen konnten, ist leider nicht bekannt. Egal ob Deal oder nicht, die Entscheidung fiel jedenfalls relativ schnell und zwar in einer Hand, die eigentlich recht unspektakulär begonnen hatte. Nachdem es zuvor fast in jeder Hand bereits preflop jede Menge Action gegeben hatte, sahen sie die zwei in einem gelimpten Pot den Flop 8s5c3d an. Dieser brachte nun die Action: Bet Max 225k, Raise Ben 500k, Max All In, Ben Call. Der Deutsche zeigte 8h9d für Top Pair, Ben 6d7h für den openender. Leider schlägt der bereits am Turn mit der 9s ein, gibt Max jedoch gleichzeitig auch die Hoffnung aufs Full House. Leider bleibt das aus und Ben Wilinofsky gewinnt die EPT Berlin. Dies ist übrigens der erste Live Cash des Kanadiers überhaupt und „entweiht“ dessen bisher unberührte Hendon Mob Page. Online konnte Wilinofsky bisher allerdings schon über eine Million Dollar gewinnen.

Hier die Payouts:

1st. Ben Wilinofsky, Canada, €825,000

2nd. Max Heinzelmann, Germany, €500,000

3rd. Vadzim Kursevich, Belarus, €300,000

4th. Martin Jacobson, Sweden, €230,000

5th Armin Mette, Germany, €180,000

6th Darren Kramer, South Africa, €140,000

7th Joep Van den Bijgaart, Netherlands, €100,000

8th Jonas Gutteck, Germany, €66,000

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