Die harmlose Heidi Klum – „gargamel“ und sein Hang zu fäkalen Vergleichen

Da kann ich nur mein weises Haupt schütteln. Eine kleine unschuldige Meldung auf der besten Pokerseite der Welt und so viel Häme und Spott in den Kommentaren. „Germany’s next Topmodell – Heidi Klum pokert in Las Vegas“ Was habe die sonst so geschätzte Leserinnen und Leser für Probleme mit diesen harmlosen Zeilen? Oder wie konfliktfrei muss mein Leben sonst sein, dass ich mich über eine News dieser Güte so aufregen kann.

Selbstverständlich ist Heidi Klum als Person ein fleischgewordener Albtraum, ein Meter und sechsundsiebzig Zentimeter sinnbefreites menschliches Plasma ohne jede Tiefe und nur auf den ersten Blick ganz gut im Design. Ihre Stimme macht mir Angst und wie Odysseus würde ich mein Schiff gegen das nächste Riff steuern, nur um ihrem enervierendem Geplapper zu entgehen. Da sind wir uns ja alle einig, wie ich hoffe (nur mein seliger Geschichtslehrer wird eine Ehrenrunde im Grab einlegen müssen, weil griechische Mythologie gehört zu meinen zahlreichen bildungsmäßigen Schwachstellen).

Natürlich könnte ich mich hämisch zurücklegen. Einmal kriege nicht ich auf die Mütze, sondern „Die Redaktion“. Der Kollege wird schon gewusst haben, warum er das in dieser anonymen Form online gestellt hat. Nur solche Kommentare hat sich dieses harmlose Textteil ganz sicher nicht verdient. User „gargamel“ suhlt sich in fäkalen Assoziationen und die Meute der Leser überschlägt sich in Zustimmung. Bitte meine Herren geht es noch? Wenn eine dieser gruseligen, aber populären modernen Fernsehformate Poker entdeckt, dann ist das doch eine Nachricht wert.

Schritt für Schritt marschieren wir Liebhaber des Pokersports durch die Instanzen und durch die privatisierte Abendunterhaltung. Großartig! Irgendwann wird Carmen Nebel „Ace of Spades“ von Motörhead singen, und in der Lindenstraße sperrt ein kleines kuscheliges Casino (betrieben vom Quotentürken, der daheim heimlich selbst Kopftuch träg) auf. Spätestens dann muss sich kein Pokerspieler in Deutschland mehr Sorgen, ob da nicht eine Horde von anabolikagesteuerten SOKO-Jungs den halblegalen Pokerclub stürmt. Wenn die sonst so sinnlose Heidi Klum auch nur irgendwas macht, wo Poker irgendeine Rolle spielt, dann hat sie ihrem Leben Sinn gegeben. Zumindest ein kleines Stückchen. Und Hochgepokert.com muss und wird darüber berichten. Gnadenlos!

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