Streit um Stardust: Boyd Gaming klagt gegen Martin Pollak

Die Boyd Gaming Corp. klagt in den USA gegen einen der bekanntesten Köpfe der österreichischen Pokerszene. Hans Martin Pollak, 39, unter anderem am Aufbau der Pokerseite Poker4ever und der Newsplattform Pokerolymp.com beteiligt, soll Namens- und Nutzungsrechte verletzt haben, die dem in Las Vegas ansässigen Unternehmen gehören sollen.

Pollak (Foto) ist Besitzer der Online-Poker-Seiten stardustgaming.com und stardustgaming.net (Everleaf Network). Und damit fängt der Ärger an.

In der 18-seitigen Klageschrift heißt es: „Boyd hatte bereits 1985 Eigentum an Stardust übernommen und damit auch alle Rechte, den Stardust-Namen sowie die dazugehörige Marke zu verwenden. Dazu gehört auch die exklusive Nutzung des ausgeprägten Designs des Stardust-Straßenschildes.“

Boyd will das Gericht davon überzeugen, dass Pollak die Markenrechte durch die Nutzung des Namens Stardustgaming verletzt. Das soll unterbleiben. Auch will man den Österreicher davon abhalten, die Domains eventuell an Dritte zu verkaufen.

Martin Pollak bleibt trotz der Klage gelassen. Nach seiner Auffassung ist der Name „Stardustgaming kein geschützter Trademark.“ Würde man den Begriff in die Suchmaschine Google eingeben, würde man mehr als 100 Firmen finden, die den Namen „Stardust“ nutzen. „Da aber Boyd Interesse an unserem Produkt zeigt, sind wir gerne zu Gesprächen bereit“, sagt Pollak.

Das Stardust hatte bereits 1958 seine Pforten auf dem Strip in Las Vegas eröffnet. 2007 erlitt es jedoch seinen wirtschaftlichen Zusammenbruch.

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