Sandras Lippen – PokerStars.de sucht das PokerAss – „Callgirl“ und nicht „Koohlgirl“

Wie ist das noch mal mit dem Glashaus und den Steinen? Und was macht der Elefant im Porzellanladen ohne Rechtsschutzversicherung? Egal. Mein Englisch ist scheiße und meine Aussprache ist noch schlimmer. Ich weiß das und kann es nicht ändern. Wie eine Loriot-Figur taumle ich durch die „conversation“ und hoffe niemand hört mich in diesen Momenten der Schande. Allerdings mein Akzent ist auch an schlechten Tagen immer noch um Klassen besser, als der von Thomas Lamtasch in persönlicher Bestform. Es heißt nicht „koohl“, sondern „call“. Für mich ist das quasi jeden Mittwoch eine Folter. Irgendwer „koohlt“ immer und dann winde ich mich vor Schmerzen. Sitze vor dem Fernsehgerät und brülle „Lamy  – call“! Es heißt „call“! So wie „Callgirl“! Die kommen ja auch nicht mit der „Kohle“, sondern ganz im Gegenteil deswegen“. – Entweder er hört mich nicht, oder der Vergleich war ein wenig zu sophisticated. Jedenfalls es ändert sich nichts. Von Folge zu Folge wird es schlimmer und ich muss bald wieder mit den Pillen anfangen, die man sich so schwer abgewöhnen kann.


Frauen sind sonderbare Wesen. Ich weiß das und habe gelernt damit umzugehen. Hübsch ist sie immer die Sandra. Und diese Stimme! Wohlige Schauer am Rücken sind eines der raren FSK18 freien Gefühle. Mehr darf ich an dieser Stelle  nicht preisgeben. – Nur was passiert da immer wieder mit dem Lippenstift? Auch ich habe schon mal Germanys Next Top-Modell gesehen und so einiges über die Prinzipien des Make-Ups gelernt. Zusammenfassend: „Wenn es oben schon „blink, blink“ macht, dann muss man unten dezent sein“.  – Bei Sandra und ihren wunderschönen Augen macht es lebenslang und auf natürlich Weise „blink, blink“. Warum also immer wieder aufs neue einen neonrubinroten Lippenstift missbrauchen. – Wohlgemerkt nur manchmal. In manchen Episoden und auch da nur in manchen Szenen. So als ob die Produktion alternierend zwei Visagisten auf der Lohnliste hätte. Einen, der die makellose Schönheit der Sandra Naujoks auf zurückhaltende Art zur wahren Blüte bringt und einen farbenblinden Crackraucher, der seine Mutter hasst und irgendwie alle Frauen. – Ich kann das nicht verstehen.


Ein paar Worte zu Thomas dem „Investmentbanker“. Xxxx  xxx xxx Gesicht xxxx  xxxx. Xxxxxx widerlich xxxxxxxx Xxxxxx, xxx xxx selbstgefällig Xxx xx xxx Xxxxx grinst, xxxx xxxxxx xxxx xxxxx Xxxxx xxx xxx xxxx xxxxxxxxx xxx  xxxxxxxxxx, xxx xxxxxxx xxxxx und mich festhält. Xxx xxxxxx xxx xxxx xxxxxxxx xx xxxxx langjährigen Gefängnisstrafe xxxxxxxx xxx xxx xxx xxxx egal. Xxx xxxx xxx xxxxxxx xxxxx xxx xxxx xxxxxxxxx xxxxx xxx xxxxxxxxxxx xxxxx. Xxxx Xxxxx xxxx xxx xxxxx  xxxxxxxxxxx xxxxxxx xxx xxx xxxx xxxx xxx xxxxxx xxxxxxxx Dreckskerlen xxxxxx xx xxx xxxxx. Xx xxxx xxx xxxxx auf rostigen Nägeln.

Liebe Leser, bitte entschuldigen Sie diesen Akt der Selbstzensur. Eine unerwartete Wendung des Schicksals. Mein natürlicher Feind ist mir auf unerwartet Art abhanden gekommen. Thomas der Investmentbanker und ich sind beide ehemalige Waldorfschüler. Quasi miteinander durch die Schrecken des Eurythmieunterichts gegangen. Als Rezensent erkläre ich mich daher für befangen. Thomas und ich sind inzwischen Freunde  bei Facebook  und irgendwann tanzen wir ein paar Flops zusammen.

Aber einen Feind brauche ich. Sonst erschöpft sich das Thema rasch. Jens der gegelte Dauerquasler? Ich weiß nicht. Irgendwie habe ich mich an den gewöhnt und sein Telegrammstil hat ja fast literarische Qualitäten. Mit scheinbar achtlos dahin geworfenen Halbsätzen beschreibt er Situation in dichter Eindringlichkeit. Etwa das „Hollywood-Casting“ kommentiert Junglyriker Jens folgendermaßen: „Du bist in Hollywood. Da sitzt jemand der sieht aus wie Tom Cruise. Nebenan irgend so ein Regisseur mit dem Pferdeschwanz. Ich hatte die Hosen voll“. – Besser hätte ich die Szene auch nach langem Nachdenken nicht beschreiben können und Jens formuliert solche poetischen Miniaturen aus dem Stehgreif. Respekt!  – Soll ich Astrid „die Rockerbraut“ hassen? Die hat doch niemandem etwas getan. Tätowierte Ärmel bis zu den Fingerspitzen und ein Zungenpiercing sind vielleicht ein Grund um Astrid beim Frauentausch zurückzuweisen, aber bei „Pokerstars.de sucht das PokerAss“ soll sie uns ruhig erhalten bleiben. Nur bitte nicht mehr weinen – mir schlagen weinende Frauen grundsätzlich aufs Gemüt und ich habe es, nebenbei bemerkt, im Moment auch nicht leicht.


Bis zum nächsten Mal werde ich über einen neuen Feind nachdenken und ich bin auch dankbar für Vorschläge. Also die werte Leserschaft von Hochgepokert.com ist durchaus berechtigt mir den neuen Pokerfeind Nr.1 vorzuschlagen. Ich werde alle Anträge wohlwollend prüfen. Ein paar Worte noch zu meinem Kollegen Christoph Riedmann auf poker-community.at. Ich habe seinen Text mit großer Aufmerksamkeit gelesen, kann aber die Aufregung nicht ganz teilen. Scheinbar hat es eine Hand gegeben zwischen Thomas und Markus dem Stuntman und tatsächlich ist da etwas sonderbar geschnitten. Im Sinne von zwei gehen all-in, der mit deutlich weniger Chips gewinnt den Pot (Thomas) und Markus steht auf und geht. Klar im wirklich Leben hätte er da noch ein paar Big Bets gehabt. Aber bitte nicht vergessen, wir sind in einer Pokershow in Hollywood. Da lasse ich in meinen Betrachtungen Milde walten und harre fröhlich der nächsten Episode von „PokerStars.de sucht das PokerAss“ – hoffentlich hat dann der eine Visagist sein Drogenproblem im Griff und doppelt hoffentlich gibt es nicht zu viele „koohls“.


G.Schrage


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