Auf Nimmerwiedersehn? Absolute Poker und UB.com verlassen die USA!


Absolute Poker und UB.com, die einzigen Seiten im Cereus Network, haben angekündigt, dass man sich aus dem US-Markt zurückziehen wird. Am 15. April, dem Black Friday, war unter anderem gegen den Gründer von Absolute Poker, Scott Tom, vom Department of Justice Anklage wegen illegalen Glücksspiels erhoben worden. Die .com-Domains wurden beschlagnahmt und gesperrt, Bankkonten dicht gemacht. Auch gegen PokerStars und Full Tilt Poker ging man in den USA vor.

Der Traffic im Cereus Netzwerk brach in der Folge völlig ein. Gut eine Woche nach dem Black Friday meldete der Branchendienst Pokerscout.com, dass das Cereus Network 40 Prozent seines Traffics verloren hätte. Eine Woche später waren nochmals über 40 Prozent weg. Und die Talfahrt ging weiter. Der Verlust beläuft sich mittlerweile auf fast 80 Prozent. Aktuell spielen im Schnitt nur noch rund 800 Spieler im Netzwerk. Noch Anfang März sind es täglich über 4.000 gewesen.

Zwischenzeitlich teilte Absolut Poker mit, dass keine US-Spieler mehr aufgenommen würden. Als sich schließlich PokerStars mit den Behörden drauf verständigen konnte, dass zumindest bestehende Guthaben an die US-Kunden ausgezahlt werden dürfen (Hochgepokert.com berichtete), schien sich die Situation für alle Online-Poker-Anbieter zu entspannen.

Doch irgendwie läuft es bei Absolute Poker und UB.com nicht rund. Auszahlungen klappten nicht, Kunden wurden vertröstet, man hüllte sich weitesgehend in Schweigen. Jetzt gab die Blanca Games Inc. (Hauptsitz auf Antigua, Niederlassungen in Costa Rica), Eigentümer und Betreiber des Cereus Poker Network, eine Presseinformation heraus, in der der Rückzug vom US-Markt angekündigt wird.

Als Grund wird die rechtliche Entwicklung in den Vereinigten Staaten angeführt. Man hätte den Black Friday genau analysiert und wolle sich künftig auf Geschäftsaktivitäten außerhalb der USA konzentrieren. Außerdem befinde man sich in einem Restrukturierungsprozess und werde bei den Pokerräumen rationalisieren, um effizienter arbeiten zu können. Es gebe Einschnitte beim Personal. Die Mitarbeiter seien informiert. Die Entscheidung über diese Maßnahmen wäre nicht leicht gefallen, heißt es. Aktuell befinde man sich mit dem U.S. Attorney’s Office, das dem Justizministerium angehört, in Gesprächen, um den US-Spielern ihre Guthaben auszahlen zu können.

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