Deutschland: Paritätischer Wohlfahrtsverband kritisiert Spielverbot für Hartz-IV-Empfänger


Der Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Werner Hesse, hat das Urteil des Landgericht Köln, wonach Empfänger von Hartz-IV nicht an Wetten bei Westlotto (Nordrhein-Westfalen) teilnehmen dürfen (Hochgepokert.com berichtete) gegenüber dem Nachrichtenportal n-tv.de als „weltfremd“ kritisiert. Menschen mit wenig Geld würde man nun auch noch „die kleinen Freuden im Leben“ nehmen, sagte Hesse im Interview mit n-tv. Allerdings sei es völlig unklar, wie kontrolliert werden soll, dass Hartz-IV-Empfänger nicht am Spiel teilnehmen. Außerdem bestünde die Gefahr, dass die Menschen auf der Suche nach Alternativen möglicherweise bei illegalen Glücksspiel-Anbietern spielen werden. Hesse betonte gegenüber n-tv, dass es aber viel gefährlichere Dinge als Lotterien geben würde, die Spielsucht auslösen: Spielhallen und die Angebote im Internet.

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