Wie Sam el Sayed mit der Zigarre seine Chips verbluffte


Es war Tag 4 des $25.000 WPT Championship Events, als der Schweizer Sam el Sayed als Chipleader ins Rennen ging. Es lief alles nach seinem Plan, bis er kurz nach dem Platzen der Bubble auf den amerikanischen Pro Scott Seiver traf.

Scott Seiver schildert in einem Cardplayer-Interview die Tischsituation, bei der Sam el Sayed im Big Blind saß: „Ich habe King-Jack von Cutoff geraist und wurde vom Big Blind gecallt. Der Flop kam runter Kh 4c 3c und nachdem ich contibettete, wurde ich ziemlich hoch ge-shock-raist. Nach ein bisschen Bedenkzeit callte ich. Der Turn pairt mit der 3h das Board und der Big Blind checkt. Jetzt denke ich: Wenn er sowas wie einen Flushdraw oder einen schwächeren König hat, dann sollte ich hier nochmal anspielen, um mehr Geld in den Pot zu bekommen. Also feuerte ich zum zweiten Mal, dieses Mal ca. 230.000. Wieder bekomme ich ein schnelles Raise von meinem Gegner auf knapp unter 600.000.  Ich hätte nur noch ca. 250.000 behind, wenn ich bezahle, aber ich tat es. Der River bringt mit der 3s die letzte 3 im Deck. Er checkt zu mir und ich checke behind, um von seinem möglichen, besseren Fullhouse nicht mehr geraist zu werden. Glücklicherweise muckt er seine Hand, und ich streiche den großen Pot ein.“

[cbanner#2]

Scheinbar war es auch ein konkreter Read, den Seiver dazu veranlasste, die Hand gegen Sam el Sayed nicht aufzugeben: „Ashton Griffin und ich haben uns davor schon über Zigarren-kauende Spieler lustig gemacht. Wir fanden, dass solche Leute ihren Stack eher nicht schützen und deshalb viel aggressiver sind. Vielleicht hat sich das in dieser besagten Hand auch durch seine Check-Raises bemerkbar gemacht.“

Sam el Sayed schaffte es als bester deutschsprachiger Spieler auf den 8. Platz und kassiert dafür $119.464, nachdem er seine verbleibenden Chips mit Pocket Fives reinstellt und Galen Hall mit Ac Ts bezahlt. Bereits der Flop Th Td Tc bedeutete das Aus für den Schweizer.


Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich Hochgepokert.com vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.

Einen Kommentar schreiben