Thomas Kremser im großen Hochgepokert.com Interview mit Götz Schrage

Thomas Kremser im großen Hochgepokert.com Interview. Für die Redaktion stellt Götz Schrage die Fragen. Ist die Tür zur EPT nun für alle Zeiten zu? Was erwartet uns in Cheb? Haben Gerhard Schröder und Thomas Kremser das selbe Geheimnis, oder das gleiche, oder gar keines? Was macht ein Vielflieger im Urlaub? Und kann man sich auf alles verlassen, was bei Wikipedia steht oder doch nicht? Wir wünschen unseren Lesern viel Vergnügen mit dem folgenden Interview!

Götz Schrage: „Hallo Thomas. Danke dass Du Dir Zeit nimmst.“

Thomas Kremser: „Immer gerne. Für die Leser von Hochgepokert.com und dich sehr gerne.“

Götz Schrage: „Du bist eine maximale journalistische Herausforderung. Fast so gefürchtet wie ein Interviewtermin bei Kim Jong.“

Thomas Kremser: „Wie kommst du bloß auf so was?“

G.S: „Na ja, es ist so verdammt schwer, dir eine unbedachte Äußerung zu entlocken. Damit werden Interviews schnell zu diplomatischen Selbstläufern. Und sollte es doch einmal gelingen einen aufgebrachten Thomas Kremser zum plaudern zu bringen, muss man sich wohl fürchten bei deiner Reputation in der Branche. Kim Jong lässt einen wahrscheinlich in seinem Kerker schmoren. Wer sich mit dir anlegt, ist sicher in allen Casinos gesperrt – das halte ich für deutlich schlimmer. Wo hast du gelernt so makellos perfekt und diplomatisch zu sein? Trichtert man euch das in der Ausbildung bei der Casino Austria ein oder so?“

Thomas Kremser: „Das lernt man natürlich nicht bei der Casag (Casino Austria). Dieses ausgleichende und diplomatische Wesen ist mir wahrscheinlich angeboren. Selbstverständlich ist es wichtig, wie man auf Menschen zugeht und ich konnte da über Jahre sicher noch vieles dazulernen und mir die eine oder andere Erfahrung aneignen. Diplomatie ist in meinem Beruf einfach sehr wichtig.“

G.S: „Dann wollen wir doch hoffen, dass du in der Folge nicht zu ausgewogen antwortest. Mit mir und den Millionen täglichen Hochgepokert.com-Leser kannst du ja offen reden. Die folgende EPT-Saison wird ohne Thomas Kremser und sein Team ablaufen. Sagen wir mal 2014 oder 2015. Ist da ein Comeback ausgeschlossen?“

Thomas Kremser: „Unter den jetzigen Voraussetzungen wäre eine Comeback ausgeschlossen. Mit einer anderen Besetzung im Management der EPT wäre ich eventuell für Gespräche offen.“

G.S.: „Eine deiner neuen Herausforderungen ist das Casino in Cheb. Ich habe eben auf deine Homepage geschaut. Aktuell wird tkpokerevents.com auf deutsch, französisch, russisch, spanisch und englisch geführt. Das wird dir in Cheb nicht viel nützen. Da spricht man tschechisch, vietnamesisch und diese Sprache, die die Roma sprechen. – Arbeitest du bereits an einem Update?“

Thomas Kremser (lacht): „Italienisch hast du vergessen. Nein, die Homepage bleibt wie sie ist. Ich freue mich auf die Aufgabe im Casino Palace. Das wird eine spannende Sache.“

G.S: „Aber Cheb? Gestern Monte Carlo, Madrid und Berlin und jetzt Cheb? Passt das in dein Lebenskonzept? Ist das ein guter Schritt auf der Karriereleiter, oder hast du dir das Palace gekauft und gibst es jetzt das erste Mal zu?

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Thomas Kremser (lacht): „Wir haben mit dem Palace einerseits einen Management Vertrag und kümmern uns andererseits um die Vermarktung von Poker. Es hat hier in der Vergangenheit einige Versuche gegeben Poker zu etablieren aber nie auf professionelle Art und Weise. Zusammen mit dem neuen Management des Casinos werden wir Poker im Casino Palace organisieren und man darf die gewohnte Qualität von TK erwarten.“

G.S: „Also Marketing und Management-Vertrag, das hört sich nicht danach an, als würdest Du jetzt zwingend sieben Tage in der Woche vor Ort sein?“

Thomas Kremser: „Das sicher nicht. Ich werde gute Leute mit den Aufgaben betreuen und ich werde immer wieder nach dem Rechten sehen. Übrigens, auf dem Weg dorthin schaue ich dann auch gerne im Kings Casino vorbei und besuche deinen Chef Benjamin Kang.“

G.S: „Ich kann nicht locker lassen. Berufskrankheit. Dass man nach so vielen Jahren EPT mal aussteigen möchte und was anderes machen ist ja mehr als verständlich. Hast du schon mal darüber nachgedacht deine unbestrittenen Talente fern des Pokerbusiness auszutesten.“

Thomas Kremser: „Götz da stellst du eine völlig berechtigte Frage. Ich bin ja schon so lange in der Branche und habe mich immer bemüht das Maximum rauszuholen. Bei der Casino Austria, dann die vielen spannenden Jahre im CCC. Bei meiner eigenen Firma und sicher auch in der Kooperation mit der EPT. – Es gibt natürlich auch Überlegungen, einmal im Management von casinofremden Unternehmen tätig zu werden. Ich werde die kommende Zeit nützen, um grundsätzlich über alles nachzudenken.“

G.S.: „Das war schon eine schöne Zeit im Concord“

Thomas Kremser: „Auf jeden Fall eine wichtige und spannende Phase in meinem Leben. Ich denke da oft an einen gescheiten Satz von unserem gemeinsamen Ex-Boss Peter Zanoni: „Wenn man dauernd arbeitet, hat man keine Zeit nachzudenken, wie man Geld verdient.“

G.S: „Nachdenken nutzt da in meinem Fall gar nichts. Ich arbeite immer so wenig wie möglich und denke ständig darüber nach, wie man aufwandslos ein paar große Scheine abgreifen könnte. Funktioniert in meinem Fall nicht wirklich.“

Thomas Kremser: „Ich fange ja erst mit dem Nachdenken an und wenn mir etwas eingefallen ist dann melde ich mich bei dir!“ Vielleicht können wir an unsere frühere Zusammenarbeit im CCC anknüpfen und gemeinsam ein Projekt auf die Beine stellen. Als Pressesprecher oder Werbetexter stehst du ganz oben auf meiner Wunschliste!“

G.S.: „Vielen Dank. Das ehrt mich und hört sich sehr verlockend an. –  Apropos Peter Zanoni – ich habe gerade deinen Wikipedia-Eintrag nachgelesen. Wenn ich zitieren darf: Thomas Kremser is an Austrian poker tournament director (and semi-professional player) from Vienna, and the owner of the Concord Card Club. (Wikipedia) – Weiß der Herr Zanoni davon? Oder hast du das CCC kürzlich beim Pokern gewonnen?“

Thomas Kremser (lacht): „Davon weiß nicht einmal ich etwas. Man soll nicht alles glauben, auch nicht wenn es bei Wikipedia steht. Das ist definitiv falsch. Ich war in der wechselvollen Geschichte des CCCs niemals Besitzer oder auch nur Teilhaber.“

G.S: „Wir wollen das mal glauben. – Apropos „glauben“. Du hattest ja gerade Geburtstag und ich gratuliere mal im Namen aller Hochgepokert-Leser. Den wievielten übrigens?“

Thomas Kremser: „Den 45. Geburtstag und ich danke für die netten Wünsche“.

G.S: „Ich kann mich an meinen 45er erinnern. Da hat mich meine Frau auf die Seite genommen und gesagt, als sie mich so vor dem Spiegel stehen sah: „Schatz wenn du auf die Idee kommst dir die Haare zu tönen, oder nur zu färben, verlasse ich dich.“ – Wohnt Marina noch bei dir, oder wer bekommt das Haus?“

Thomas Kremser: „Bei mir ist alles noch Natur. Ich scheine da Glück zu haben“ (Marina bestätigte aus dem Hintergrund).

G.S.: „Glück wie Gerhard Schröder nehme ich an – aber mit deiner Frau hast du definitiv Glück“

Thomas Kremser: „Zweifelsfrei. Die hat mir auch diese Überraschungsreise nach Mallorca geschenkt anlässlich meines Geburtstages.“

G.S: „Du fliegst auf Urlaub? Bei einer Million Flugmeilen im Halbjahr hätte ich angenommen, deine Ferien heißen im Fauteuil sitzen und die Knoten im Perserteppich zählen zwecks Entspannung.“

Thomas Kremser: „Da hast du schon recht. Der richtige Urlaub ist dann in der Regel auch zuhause. Da verlasse ich kaum das Wohnzimmer. Nicht einmal in den Supermarkt will ich dann gehen und die Marina auch nicht. Da spielen wird dann ein kleines Headsup-Turnier. Der Verlierer muss dann die Einkäufe machen und ich kann weiter Knoten zählen – vielleicht sollte ich das wirklich mal tun. Hört sich sehr entspannend an.“

G.S: „Und wann gibt’s das nächste Mal die Kremsers International? Welches Event betreust du als nächstes?

Thomas Kremser: „Im Juli geht es nach Cardiff. Da drehen wir für „Pokerlounge Full Tilt“. Das ist ein Format ähnlich wie Poker After Dark. Spieler aus dem Full Tilt Team, ein geladener Gast plus ein Online Qualifikant.“

G.S: „Hört sich spannend an. Wenn es erlaubt ist melden wir uns dann bei dir für eine kleine Hintergrundstory.“

Thomas Kremser: „Immer gerne Götz“.

G.S: „Vielen Dank für das Gespräch und beste Grüße an die Marina“.

Thomas Kremser: „Ich bedanke mich bei den Usern von Hochgepokert und die Grüße richte ich selbstverständlich gerne aus.“

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