WSOP Event #28: Andy Frankenberger holt sich das Bracelet

Entscheidungstag beim $1.500 No-Limit Hold’em der World Series of Poker. Unter den letzten 28 Spielern befand sich auch Tore Spannenberg. Leider konnte der Berliner an diesem Tag nichts reißen und musste vorzeitig an die Rails. Nach knapp einer Stunde am Tisch pushte Spannenberg mit QdJs eine Eröffnung von Tyler Kenney. Der US-Amerikaner callte mit 7s7h, Spannenberg (22./$17.145; Foto) verpasste das Board und musste an die Rails.

Nach nicht einmal vier Stunden nach Start erwischte es Karl Johnsson an der Bubble zum Final Table. Im Preflop Duell unterlag der Schwede (10./$34.458) mit AhQd gegen die Zehner von Andy Frankenberger und musste den Stuhl räumen.

So verteilten sich die Chips zu Beginn des Finales:

1 Steven Merrifield 2.895.000
2 Andy Frankenberger 1.832.000
3 Joshua Evans 1.771.000
4 Owen Crowe 968.000
5 Sidney Hasson 922.000
6 Robert Shortway 817.000
7 Thao Nguyen 656.000
8 Bret Hruby 295.000
9 Tyler Kenney 110.000

Wenig später startete auch ein neues Blindlevel (12.000/24.000; 4.000), was die Shorties zum Handeln zwang. Als Erster musste Bret Hruby das Feld räumen. Mit KsJd brachte der US-Amerikaner seinen Stack in die Mitte, Steven Merrifield hatte TsTc gedealt bekommen und callte. Das Board brachte Blanks und es ging zu acht weiter.

Joshua Evans kümmerte sich um den Briten Sidney Hasson (AhJh > KsQs) und Thao Nguyen rannte mit AsQd in die Asse von Frankenberger, sodass nach rund zwei Stunden im Finale das Feld schon ordentlich ausgedünnt war.

Nach einer kurzen Durststrecke ging es mit dem ‚Abräumen‘ weiter. Innerhalb von nur zehn Minuten mussten drei Spieler ihren Stuhl räumen. Steven Merrifield pushte mit Td9d am Turn 8d7c9sQh, doch Robert Shortway hatte mit JhTs eine Straight gefloppt und callte dementsprechend zügig.

Tyler Kenny verabschiedete sich mit 9h8h gegen das Boradwayace AcJc von Joshua Evans und Owen Crowe rannte mit Ad4c in das bessere Ass As9c von Andy Frankenberger.

Das Tempo blieb weiterhin zügig und nach knapp über 30 Minuten war das Spiel zu dritt auch schon beendet. Shorty Robert Shortway pushte mit QsTh, Frankenberger und Evans callten und checkten das Board 3c6c3h7h4s durch. Frankenberger zeigte 5s4h zur Straight, Evans muckte und Shortway packte seine Sachen.

Joshua Evans führte mit 6,5 zu 4,7 Millionen, und da der effektive Stack bei über 100 Big Blinds lag, stand einem spannenden Heads-up nichts entgegen. Rund 90 Minuten dauerte das Duell an und es war Andy Frankenberger, der am Ende alle Chips vor sich liegen hatte.

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Evans baute zunächst seine Führung aus, doch ließ Frankenberger aufdoppeln. Preflop setzte Evans per 4-Bet seinen Gegner All-in, Frankenberger callte mit AdKc und Evans drehte AcTh um. Das Board lief mit QdTsJh8hJd aus, was Frankenberger rund 7,7 Millionen an Chips sicherte.

Der US-Amerikaner baute dann seine Führung weiter aus und hatte am Ende auch noch das Glück des Tüchtigen. In der Mitte lag 5d7hJh, Frankenberger check-raiste, woraufhin Evans das All-in annoncierte. Schneller Call von Andy Frankenberger, der Js7d zum Two Pair zeigte. Evans drehte JdTd um und verpasste Turn 3h und River 2c.

Aus. Ende. Vorbei. Frankenberger, der 2010 der World Poker Tour Spieler des Jahres war, durfte sich sein erstes WSOP-Bracelet umschnallen und kassierte obendrein noch $599.153. Runner-up Joshua Evans darf sich mit $372.498 trösten.

1 Andy Frankenberger $599.153
2 Joshua Evans $372.498
3 Robert Shortway $263.655
4 Owen Crowe $190.147
5 Tyler Kenney $138.847
6 Steven Merrifield $102.600
7 Thao Nguyen $76.747
8 Sidney Hasson $58.083
9 Bret Hruby $44.482

Buy-in: $1.500
Teilnehmer: 2.500
Preisgeld: $3.375.000

—> komplette Payouts

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