Black Friday: Bringt die ‚Barton Bill‘ Sonnenschein nach dem Regen?

Den 15. April 2011 wird die weltweite Poker Community nicht vergessen, denn der Black Friday hat sich fest in das Gedächtnis eingebrannt. Vielleicht wird aber auch eines Tages der Gedanke verdrängt sein, da mit dem Gesetzesentwurf von Joe Barton der US-Markt für Online Poker wieder geöffnet werden könnte.

Die sogenannte ‚Barton Bill‘ soll noch heute in Washington vorgelegt werden und könnte diesen Freitag zum Lucky Friday machen. Joe Barton, Republikaner aus dem US-Bundesstaat Texas, ist bekennender Pokerspieler und hat zusammen mit der Poker Player Alliance (PPA) ein Gesetz entworfen, dass Online Anbietern eine Lizenz ermöglicht.

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Die Poker Rooms müssten sich hierzu bei einer Glücksspiel Kommission anmelden und könnten eine Lizenz erwerben. Die Kommissionen würden in US-Staaten sitzen, in denen das Glücksspiel erlaubt ist, wie beispielsweise Nevada, doch die Lizenz würde für alle Staaten gelten. Zumindest, wenn ein US-Bundesstaat nicht aus dem Vertrag aussteigt. Da jedoch die Steuereinnahmen auf alle mitwirkenden Staaten verteilt werden, gäbe es wohl nur eine Handvoll Aussteiger.

Doch bis es soweit ist, muss der Gesetzesvorschlag zunächst einmal angenommen werden, bevor es dem Senat und dem Präsidenten vorgelegt werden kann. Wie The Hill, eine in Washington DC ansässige Zeitung, berichtet, will Joe Barton sein Gesetz dem „House Energy and Commerce“ Komitee vorliegen. Dort pflegt Barton als ehemaliger Vorsitzender gute Kontakte und findet mit Sicherheit genügend Befürworter. Barney Frank hatte seinen Gesetzesentwurf damals dem Finanzkomitee vorgelegt. Dies hat sich als schlechter Zug herausgestellt, da dort mit Spencer Bachus, ein Glücksspielgegner den Vorsitz inne hat.

Sollte Joe Barton (Foto) seinen Entwurf abgesegnet bekommen, ist der erste große Schritt in Richtung Marktregulierung getan. Allerdings ist auch noch nicht klar, was mit den Branchenriesen wie Full Tilt und PokerStars passiert, die aufgrund des Black Friday ja Probleme mit der Justizbehörde haben.

Sollten sie aufgrund der Vorkommnisse keine Lizenz erhalten, würden das Kräfteverhältnis komplett geändert werden. Party Poker könnte ein großes Comeback feiern und der von vielen erwartete Einzug von Zynga auf den Echtgeldsektor, wäre ebenfalls schnell erledigt.

Gesetze hin oder her. Für Joe Barton wird Morgen ein Traum jedes Poker-Fans in Erfüllung gehen. Der Politiker ist bei der World Series of Poker eingeladen und darf die berühmten Worte „Shuffle up and Deal“ bei einem der Events verkünden. Zumindest, wenn es sein enger Terminkalender zulässt.

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