Full Tilt: Jack Binion will sich einkaufen & Phil Ivey den Streit beilegen

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Endlich mal positive Gerüchte über Full Tilt Poker. Seit dem Black Friday hat es sich der Online Poker Room ordentlich mit seinen Kunden verscherzt und spätestens seit der Schlammschlacht zwischen Phil Ivey und FTP, zweifeln selbst die größten Befürworter an FTP. Allerdings scheint das offizielle Statement, dass man „Verhandlungen führt“, keine leeren Worte zu sein und so langsam tut sich was beim ehemaligen Branchen Giganten.

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Einmal mehr geht das Gerücht um, dass Full Tilt Poker kurz davor sei, seine Spieler auszuzahlen. Dieses Mal scheint aber einiges an den Spekulationen dran zu sein, denn wie mehrere Quellen berichteten, hat sich Phil Ivey in den Flieger gesetzt und ist in das Hauptquartier nach Dublin gereist. Insider sagen, dass Ivey guter Dinge gewesen sei und mit Hoffnung auf eine außergerichtliche Einigung nach Irland geflogen ist.

Hauptkritikpunkt von Ivey war die nicht Auszahlung der US-Spieler, weil kein Geldgeber gefunden wurde. Wie wir berichteten, hat FTP aufgrund von Krediten für Spieler einiges an Schulden angehäuft und scheint seit dem 15. April nicht liquide zu sein.

Kurz nach dem das Department of Justice (DoJ) die Domain beschlagnahmt hatte, hätte sich ein Investor gefunden. Der wollte für sein Geld jedoch auch Mitbestimmungsrecht, was Howard Lederer und Ray Bitar abgelehnt haben sollen. Daraufhin soll Ivey der Kragen geplatzt sein und die Anklage ausgefüllt haben.

Nun scheint ein neuer Investor gefunden und der Streit vom Tisch zu sein. Wie zuverlässige Quellen Berichten ist Jack Binion ebenfalls nach Irland gereist, um sich mit Führungskräften bei Full Tilt Poker zu treffen. Bei einigen der Meetings soll auch Phil Ivey mitverhandelt haben und dabei sollen die Gespräche recht positiv ausgefallen sein.

Jack Binion (Foto rechts) ist der Gründer der World Series of Poker und hat über 40 Jahre Erfahrung im Casinogeschäft. Die familieninterne Fehde mit seiner Schwester trieb das Binio’s Horseshoe fast in den Ruin und so trennte sich die Familie vom legendären Casino. Mit einer Führungsposition bei FTP könnte Jack Binion an die glorreichen Zeiten anknüpfen.

Allem Anschein nach soll nun also Jack Binion Geld in Full Tilt Poker pumpen, damit die US-Spieler ausgezahlt werden können. Damit würde wohl auch Ivey zur Vernunft kommen, da sowohl er als auch die ihm „so wichtigen Spieler“ ihr Geld bekommen würden. So besteht auch kein Grund mehr für eine Klage und diese wäre wohl schnell vom Tisch.

Allerdings sind bis dahin noch einige Hürden zu überwinden und eine gesichtete Schwalbe macht noch keinen Sommer. Zudem wurde gleichzeitig bekannt, dass sich Full Tilt derzeit im Clinch mit Moneybookers befindet.

Das eWallet-Unternehmen hat angedroht die Partnerschaft mit FTP zu beenden, weil der Poker Room scheinbar willkürlich für Spieler aus bestimmten Ländern die Auszahlungsoption per Moneybookers sperrt. Da Moneybookers damit ordentlich Einnahmen flöten gehen, steigt die in London ansässige Firma auf die Barrikaden.

Kauft sich Jack Binion bei FTP ein? Zieht Phil Ivey die Anklage zurück? Bekommen die US-Spieler ihr Geld? Gibt es wieder regelmäßige und schnelle Auszahlungen für alle Spieler? Es bleibt spannend.

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