Bayern: Bayrische Spielbanken bleiben erhalten, vorerst…

Zwei von Neun Spielbanken im Freistaat Bayern schreiben schwarze Zahlen. Das Casino Feuchtwangen und das Casino Bad Wiessee fahren noch Gewinne ein. Doch auch das einigermaßen stabile Große Spiel, der Hauptumsatzbringer in Bad Wiessee, könnte durch die aktuelle Entscheidung des Finanzministeriums (Nicht-Schließung der „Rote Zahlen“ Spielbanken) in einen gefährlichen Abwärtsstrudel geraten.

Trotz der Millionenverluste hält die oberste Behörde an allen Spielbanken fest. Und damit auch an den beiden Casinos in Bad Kötzing und Bad Steben, die laut Finanzministerium seit ihrer Eröffnung Verluste einfahren. Alleine in diesem Jahr werde man voraussichtlich insgesamt acht Millionen Euro Defizit einfahren. Die Lage sei ziemlich ernst, so Erwin Horak (Foto), Präsident der Staatlichen Lotterieverwaltung gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Man versuche für alle Casinos eine individuelle Lösung zu finden. Optimalerweise ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Leider sind die Personalkosten sehr hoch und es muss gekürzt werden. Von den 140 angepeilten Stellen haben die Verantwortlichen bayernweit nur 60 durch Abfindungen abbauen können. Zu wenig, um die hohen Personalkosten in den Griff zu bekommen. In Bad Wiessee alleine waren es 20 Mitarbeiter, die das letzten Montag abgelaufene Angebot “Abfindung und Aufhebungsvertrag” angenommen haben. Mit einer Nachbesetzung aller Stellen rechnet dort jedoch niemand. Möglich sogar, dass weitere Positionen gestrichen werden müssen. Vereinzelte betriebsbedingte Kündigungen wären die Folge.

So Paradox es klingt. Für Bad Wiessee läge das größte Risiko in einer weiteren und überhasteten Reduzierung des Personals. Aufgrund der Abgänge musste bereits heftig umstrukturiert werden. Das personalintensive, aber umsatzstarke Große Spiel soll unter allen Umständen ohne weitere Abstriche bei den Öffnungszeiten aufrecht erhalten werden. Weitere Abgänge würden das jedoch gefährden. Eine negative Spirale wäre die mögliche Folge, an deren Ende Verluste im derzeit profitablen Wiesseer Casino stehen könnten.                                                                                                                                                                                     quelle: tegernseerstimme.de

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