Sachsen-Anhalt: Erfolgreiche Gespräche über baldige Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Casinos

Laut einem Bericht von ver.di sollen die drei Spielbanken in Sachsen-Anhalt bis spätestens 01. August 2011 wieder ihren Spielbetrieb aufnehmen.Nachdem die defizitären Casinos Magdeburg, Halle und Wernigerode letztes Jahr vom Land an die israelisch-zypriotische Sybilgroup verkauft worden waren, kam es bereits unmittelbar nach dem Verkauf zu finanziellen Problemen. Inzwischen steht die Gesellschaft vor dem Aus. Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Sybil Group waren bereits Anfang 2010 aufgekommen, als sie ihre Pläne für einen 300 Millionen Euro teuren Freizeitpark in Vockerode aufgegeben hatte. Der Landkreis Wittenberg hatte zuvor ein Vollstreckungsverfahren eröffnet, weil zwei Pachtraten von jeweils 50.000 Euro für ein Grundstück nicht bezahlt worden waren.

„Die längerfristige Aussetzung des Spielbetriebes kommt der Beendigung des Lebendspiels gleich“, sagte damals der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Hans-Ekkehard Stieglitz. Die Folge wäre ein massiver Stellenabbau. Lebendspiel werden jene Teile des Kasinobetriebs genannt, bei denen Croupiers die Spieler etwa beim Roulette oder Pokern bedienen – im Gegensatz zum Automatenspiel.

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Nun kann man aber aufatmen: Nach anstrengenden Wochen für die beteiligten Ministerien, den alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer Herr Eraslan, die Betriebsräte und die zuständige Fachgewerkschaft Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) konnte schließlich nach vielen Gesprächen eine positive Bilanz gezogen werden. „Wir sind sehr optimistisch, bis spätestens zum 01. August den Spielbetrieb der drei Casinos wieder aufzunehmen.“, so der zuständige Gewerkschaftssekretär Bernhard Stracke.

Herr Eraslan hat sich in einer Gesamtbetriebsversammlung am 05. Juli 2011 mit der Belegschaft bekannt gemacht und seinen Entwurf für die zukünftigen Neuerungen der Spielbanken in Sachsen-Anhalt erläutert. Damit traf er auf eine positive Resonanz bei der Belegschaft, war doch die Unsicherheit über einen möglichen Arbeitsplatzverlust in den letzten Wochen sehr präsent. „Wir sind davon überzeugt, bald heißt es wieder in den Spielbanken in Sachsen-Anhalt: -Machen sie ihr Spiel-„, so Stracke.

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