Harry Reid und Jon Kyle beschweren sich beim Justizministerium

Das Projekt Online Poker Regulierung geht in den Vereinigten Staaten mit großen Schritten voran und zahlreiche Politiker und Lobbyisten versuchen ihre Entwürfe durchzuboxen. Niels Lesniewski von Congressional Quarterly Senate Watch, hat in diesem Zusammenhang einen interessanten Brief veröffentlicht.

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In dem Schreiben beschweren sich die Senatoren Harry Reid und Jon Kyle bei Genrealstaatsanwalt Eric Holder (US Justizministerium; Department of Justice) über die aktuelle Situation. In dem auf den 14. Mai datierten Brief gehen die beiden Senatoren zunächst darauf ein, dass seit dem Black Friday immer noch mindestens 1.700 Online Anbieter US-Spieler an illegalen Glücksspielen teilhaben lassen.

Als Nächstes beschweren sich die beiden Politiker darüber, dass nun auch immer mehr ‚Intra State‘ Pläne zur Regulierung auftauchen. Solche Entwürfe sehen vor, dass einzelne Staaten ihren Online Markt selbst regulieren dürfen.

Harry Reid und Jon Kyle weißen darauf hin, dass hiermit immer noch bestehende Gesetze, wie beispielsweise der Wire Act, gebrochen würden. Insider vermuten, dass die beiden Senatoren daraufhin arbeiten, den Gesetzesentwurf von Jay Rockefeller (Rockefeller Internet Poker Bill) zu unterstützen.

Senator Harry Reid (Foto) aus Nevada scheiterte im letzten Jahr mit einem eigenen Entwurf. Erstaunlicherweise war es gerade Jon Kyle, der sich vehement gegen das Gesetz gestemmt hatte. Kyle gilt als konservativer Hardliner und Glücksspielgegner. Nun scheint er jedoch Eingeständnisse zu machen, da eine Regulierung kommen wird.

Der Entwurf von Jay Rockefeller wird von der American Gaming Association (AGA), einem Interessenverband der Glücksspielwirtschaft, unterstützt und soll vor allem den bestehenden Casinos ordentlich Geld bringen. Ebenfalls im Umlauf ist die Barton Bill (Online Poker Act of 2011) sowie diverse ‚Intra State‘ Entwürfe wie beispielsweise der Gesetzesentwurf für Kalifornien.

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