Falsch gezockt: Blackjack Dealer beim Diebstahl erwischt

Ein Blackjack Dealer im Rivers Casino Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania wollte anscheinend sein Gehalt ein wenig aufstocken und hat heimlich Jetons in seine Tip-Box wandern lassen. Viel kam nicht dabei rum, doch dafür ist die Strafe nun umso heftiger. Nicht nur den Job ist Matthew Eisenberg los, sonder eine satte Buße von $75.000 soll der 26-Jährige nun abzahlen.

Das eigentümliche Gesetz (Pennsylvania’s Gaming Act), welches Casino schützen soll, wurde bisher noch nie voll angewendet und dementsprechend geschockt war Eisenberg, als Richter Joseph K. Williams III das Urteil verkündete. Zusätzlich bekam der ehemalige Casinomitarbeiter ein Jahr auf Bewährung und muss das gestohlene Geld zurückzahlen.

Den Betrag, den sich Matthew Eisenberg unter den Nagel gerissen hat, liegt gerade einmal zwischen $200 und $300. Der flinke Dealer hatte im Dezember vergangenen Jahres in einer Schicht mehrmals heimlich $1 und $5 Jetons unter abgelegten Karten versteckt und nach dem Ende der jeweiligen Hand die Chips zu seinem Trinkgeld gepackt.

Als nach dem Ende seiner Schicht die Box mit rund $500 an Chips besonders gut gefüllt war – üblicherweise lag sein Trinkgeld bei etwa $200 – wurde die Casinosicherheit skeptisch und wertete die Überwachungsbänder aus. Schnell wurde man fündig und in insgesamt 108 Fällen hatte Matthew Eisenberg Chips entwendet.

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Auch wenn der gestohlene Betrag eher gering ist, verteidigt Staatsanwalt Stephen Zappala die Entscheidung des Richters. Durch seinen Sprecher Mike Manko ließ er verkünden: „Wir glauben das Verbrechen erfüllt die vorgegebenen Statuten und wir glauben [auch], dass die Generalhauptversammlung diese Statuten niedergeschrieben hat, um das Casino zu schützen.“

Matthew Eisenberg und sein Anwalt Michael Santicola gehen dagegen in Berufung. „Er hätte es nicht tun sollen, da besteht kein Zweifel. […] [Aber] es empört das Gewissen, wenn die Gesetzgebung ein Gesetz schreibt, welches ein Casino über alles stellt. Über eine Kirche, über ein Seniorenheim, über Sie und über mich.“ so Santicola in einem Statement.

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