Totgeglaubter Mann arbeitete über 30 Jahre in Las Vegas

Wie die Associated Press gestern berichtete, wurde in Las Vegas Mitte Juli ein 72-jähriger Mann verhaftet, der dort mehr als 30 Jahre unter falschen Namen gelebte hat. Arthur Gerald Jones stammt eigentlich aus Chicago, verließ jedoch wegen Geld- und Eheproblemen im Mai 1979 fluchtartig die Stadt, ohne jemandem Bescheid zu geben, und wurde daraufhin als vermisst gemeldet. Eine Suche des Vermissten brachte keinen Erfolg und 1986 erklärte ein Gericht in Illinois den dreifachen Vater für tot.

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Was keiner wusste, der gelernte Bankier war nur untergetaucht und zog von Florida über Kalifornien nach Las Vegas. In Sin City nahm er mit Hilfe von gefälschten Dokumenten, die er sich in Chicago für $800 besorgt hatte, eine falsche Identität an. Als Joseph Richard Sandelli startete er ein neues Leben.

Auf die Schliche kam man dem Betrüger, als dieser im Jahr 2008 seinen Führerschein erneuern wollte. Die Fahrlizenz besorgte er sich 1988, doch was damals noch unentdeckt blieb, wurde dank modernster Computertechnik dieses Mal gemeldet. Nachforschungen wurden angestellt und man kam Jones auf die Schliche.

Sein Verschwinden Ende der Siebziger rief damals sogar das FBI auf den Plan denn die Vermuteten, dass der einflussreiche Bänker mit der Mafia in Verbindung stand. Nun ist Arthur Gerald Jones in vier Fällen wegen Identitätsdiebstahl angeklagt. Allerdings hat die Staatsanwaltschaft schon einen Deal angeboten. Wenn sich der 72-Jährige in einem Anklagepunkt für schuldig bekennt, will man ihn auf Bewährung freilassen. Die Anhörung ist am 23. August.

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