WSOP-Coverage erfolgreich, Esfandiaris Einschätzungen auch

Die ESPN-Live Coverage von der World Series of Poker 2011 kam sehr gut bei der Pokergemeinde an. Die Zahlen zeigen jedoch, dass auch viele Non-Pokerenthusiasten einschalteten, als das Teilnehmerfeld immer weiter in Richtung November Nine schrumpfte.

Gemäß den Auswertungen des Marktforschungsinstitutes Nielsen erreichten die 10 Ausstrahlungen auf ESPN2 im Durchschnitt 0,4 Haushalte, was 415.000 Zusehern pro Folge entspricht. Die Primetime-Ausstrahlung auf dem Flagschiffsender ESPN erreichte sogar noch bessere Werte: Durchschnittlich 0,5 Haushalte wurden hier erreicht, was in Zahlen 643.000 Zuschauern entspricht. Im Vergleich zu den Sendungen, welche Online auf ESPN3 ausgestrahlt wurden, sind die ersten beiden Werte jedoch nur SchallundRauch: Insgesamt über 23 Millionen Minuten wurden hier von den Zuschauern konsumiert (ganz abgesehen von den „Schwarzsehern“).

Doug White, der Senior Programmdirektor bei ESPN, war höchst erfreut über die Zahlen: „Vom Standpunkt der Produktion und zahlenmäßig waren wir sehr zufrieden mit den Übertragungen. Gegenüber den durchschnittlichen Morgenprogrammen (1.00 Uhr bis 5 05.00 Uhr) konnten sie sich gut behaupten und ein Wachstum von über 136 Prozent erzielen. Wir wollen nicht, dass Poker stagniert. Wir wollen frisch und progressiv mit unserer Berichterstattung sein, egal ob das nun die Updates der Featured Tables oder die Menge der On-Air-Analysen betrifft.“

In den letzten Jahren war es vermehrt so, dass der Großteil von TV-Poker das Resultat von Einkäufen der Onlinepokerräume war: Häufig beauftragte solch ein Unternehmen eine Produktionsfirma, um verschiedene Zeitslots, häufig spät in der Nacht, bei den TV-Sendern einzukaufen. Diese produzierten Pokerprogramme warben dann sehr stark für das eigene Produkt. Dementsprechend klein war natürlich dann auch die Unterstützung von den TV-Netzwerken selbst. Bei ESPN sei das jedoch anders, erklärt White weiter: “Ich denke, es ist klar, dass ESPN sich dem Pokersport verschrieben hat. Seit 2003 sind wir schon dabei und hoffen auch zukünftig auf eine lange Zusammenarbeit mit Ceasars Interactive Entertainment. Unsere Hingabe ist mehr als eindeutig, denn das Netzwerk hat bereits unzählige Stunden der World Series of Poker gewidmet!“

Der WSOP wurde mittlerweile sowohl im Netzwerk selbst als auch auf der Website eine verstärkte Präsenz eingeräumt. Die November Nine wurden sogar beim Sports Center erwähnt und Mitglieder des ESPN Poker Podcasts, The Inside Deal, hatten sogar die Möglichkeit, sich einer neuen Audienz während der Live-Coverage von den ESPN Studios in Bristol/Connecticut zu präsentieren.

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Für einen weiteren Studio-Support hat man sich bei der Live-Coverage neben den legendären Sprechern Norman Chad und Lon McEachern für eine Reihe von strategischen Profis wie Phil Hellmuth, Johnny Chan, Antonio Esfandiari und Olivier Busquet entschieden. Antonio Esfandiari, „The Magician“ machte seinem Namen erneut alle Ehren, da er mit seinen Einschätzungen sehr oft richtig lag: „Es lag ein erhöhter Druck auf mir, denn ich musste zusammen mit einigen hundertausend Zuschauern darüber spekulieren, welche Hand ein Spieler hielt und auch erklären warum. Zum Glück lag ich öfter richtig als falsch. Als ich dann in einem Forum laß, wie ich denn Zugang zu den Holecards haben konnte, fühlte ich mich sehr geschmeichelt. Aufgrund der Nevada Gaming Commission war dies natürlich nicht möglich. Das ist das Schöne an Live-Fernsehen und ich hoffe, dass Poker sich auch künftig in diese Richtung entwickeln wird!“

Die TV-Action wird nächsten Dienstag auf ESPN mit der wöchentlichen Ausstrahlung fortfahren. Die Coverage wird die Highlights der WSOP Grudge Matches zwischen Johnny Chan gegen Phil Hellmuth und Sam Farha gegen Chris Moneymaker beinhalten. Einen Tag später werden die Folgen dann auf den einschlägigen Onlineseiten wie gewohnt zu finden sein.

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