Kahnawake verlängert FTPs Zweitlizenz – Full Tilt Poker schon bald zurück?

Der Streit um die Lizenz von Full Tilt Poker ist noch lange nicht vorbei. Die gescheiterte Anhörung, vor der Alderney Gambling Control Commission in London, brachte als einziges Ergebnis, dass es eine neue und private Anhörung geben wird. Der anberaumte Termin ist der 15. September.

Am Freitag hat sich nun die Kahnawake Gaming Commission aus Kanada per Presseschreiben gemeldet und ließ verlauten, dass Full Tilt Poker seine Secondary Client Provider Authorization (CPA) um zwei Jahre verlängert bekommen hat. Dies ist soweit interessant, da Full Tilt Poker theoretisch mit den Servern der KGC weiter operieren könnte. Da diese Lizenz jedoch schon vor dem Lizenzentzug seitens der AGCC bestand, ist jedoch fraglich ob FTP diese Option noch ziehen wird.

Zumindest sieht es nach einer Notlösung aus, denn sollten sich Full Tilt Poker und die Alderney Gambling Control Commission nicht einig werden, könnte gegebenenfalls die Kahnawake Gaming Commission der neue Hautlizenzgeber werden. Immerhin bestehen zwischen Primär- und Sekundärlizenz nicht all zu viele Unterschiede.

Was ebenfalls ein wenig verwundert, ist die Formulierung im Presseschreiben der KGC: „Um eine sekundäre CPA zu behalten, muss der Konzessionsinhaber eine gültige Lizenz […] von einer gleichwertigen Regulierungsbehörde […] haben. Dementsprechend verfolgt die Kommission (Anm.: die KGC) das Vorgehen der  Alderney Gambling Control Commission […] sehr genau.

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Im Klartext bedeutet dies, dass die KGC ihre eigenen Regeln beugt und über eine fehlende Primärlizenz hinwegsieht. Als Grund hierfür werden die Verhandlungen zwischen der AGCC und FTP angegeben, welche die KGC anscheinend positiver sieht, als der Rest der Welt. Eventuell wollen sie sich aber auch nur einen potentiellen Kunden halten und drücken deswegen ein Auge zu.

Die von allen erwartete Meldung seitens der AGCC zu diesem Thema blieb gestern im Übrigen aus und für die Kunden des Online Poker Rooms ist weiterhin der Status Quo angesagt. Gerüchte, der Deal zwischen FTP und den „europäischen Investoren“ sei längst gescheitert werden immer lauter. Viele vermuten inzwischen, dass es nur noch darum geht, die Firmen von FTP zu zerschlagen und die Datenbanken möglichst gewinnbringend zu veräußern.

Damit wäre zwar die Marke Full Tilt Poker tot, doch würde beispielsweise ein in den USA lizenzierter Poker Room (Anm: eine Regulierung in den Vereinigten Staaten ist nur noch eine Frage der Zeit) die Players Database aufkaufen und nutzen, würden die Spieler zumindest ihr Geld wieder sehen. Denkbar wäre hier beispielsweise Party Poker, die damit zu Branchenprimus PokerStars weiter aufschließen könnten.

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