Berliner Überfall: Drahtzieher bricht Schweigen!

Vor rund 14 Tagen berichteten wir über die Verhandlungen im Prozess gegen die Pokerräuber bei der European Poker Tour in Berlin 2010. Der Hauptbelastungszeuge schwieg aufgrund der Tatsache, sich selbst oder Angehörige belasten zu können. Jetzt packt Mohammed Abou-C. aus.

„Momo“ und „Ibo“, so die beiden Spitznamen der mutmaßlichen Drahtzieher. Beide sitzen seit über einem Jahr im Gefängnis. Jetzt belastete Momo seinen langjährigen Freund schwer und dieser forderte ihn auf, die Wahrheit zu sagen.

Mohammed war der Teilnehmer der EPT in Berlin gewesen, der unter anderem neben Charlotte Roche saß. Als er sah, wie leichtfertig mit dem Geldtransfer an der Kasse umgegangen wurde („Das Geld lag da rum wie Gemüse auf der Straße“), soll er später mit einem Freund am Kneipentisch überlegt haben, dass man sich das Geld leicht holen und es dem Kurier wegnehmen könnte, wenn dieser damit über die Straße vom Hyatt in die Spielbank ging. Mehr aber sei nicht gewesen. „Aber Ibo hat im Café mitgehört“, so „Momo“. Und so hätte sein Freund alles geplant.

Er soll Momo aufgefordert haben, das Zeichen zu geben, wann sie zuschlagen können und trommelte die vier Räuber zusammen, die sich mittlerweile alle in Haft befinden. „Hier passiert nichts mehr, hier ist nichts mehr zu holen.“, so soll Abu-C. versucht haben, die ganze Situation noch zu retten. „Ich sitze unschuldig in Haft.“, sagte der Angeklagte. Mit den vier Räubern hätte er nichts zu tun und wo die gestohlene Summe von 242.000 Euro verschwunden ist, wüsste er eben sowenig.

Mohammed sieht sich also als unschuldiges Opfer. „Aber das ist doch kein Anscheißen, ich will nur Gerechtigkeit.“ Ibrahim El-M. griff ihn bereits an: „Du musst die Wahrheit erzählen“. Der Prozess geht heute weiter und es bleibt spannend ob auch der zweite mutmaßliche Drahtzieher auspackt.

quelle: tagesspiegel.de

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