Bwin.Party mit großen Plänen für den US-Markt

In einem Interview mit eGaming Review erzählte Jim Ryan ein wenig über die Versuche von Bwin.Party auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen. Das Vorstandsmitglied des Online Anbieters gab hierbei ganz konkret an, dass schon bis zum Ende des Jahres der nötige Partner bekanntgegeben wird.

Ihr werdet definitiv noch in der zweiten Jahreshälfte von uns hören“ so Ryan gegenüber EGR. In den USA arbeiten derzeit viele Politiker und Interessenverbände an einer Regulierung des Online Poker Marktes. Es gibt Vorschläge auf nationaler Ebene, sowie sogenannte ‚Intra State‘ Lösungen, die auf einzelne Bundesstaaten beschränkt sind, jedoch Spieler aus anderen Bundesstaaten den Zugriff ermöglichen (Anm.: hier gibt es unterschiedliche juristische Meinungen und Entwürfe).

Alle haben jedoch gemeinsam, dass lediglich Firmen, die bereits eine Casinolizenz in den USA haben, eine Genehmigung für Online Poker bekommen. Damit müssten Poker Rooms aus Übersee ein Casino gründen oder eben einen Partner finden, der eine Casinolizenz hat.

Bisher haben sich schon einige Partnerschaften gebildet. 888 Holdings hat mit Caesars Entertainment einen starken Partner gefunden und könnte wohl direkt loslegen. Playtech, die Mutterfirma des iPoker Network, hat mit dem Interessenverband California Online Poker Association, hinter dem einige Casinos und Card Rooms stehen, ebenfalls schon einen Partner an der Hand.

Spannend ist auch die Frage, ob sich ein Casinogruppe an Full Tilt Poker heranwagt. Der Konzern ist zwar angeschlagen und hat derzeit eine sehr schlechte Reputation, doch Fälle wie beispielsweise der Super-User Skandal bei AP und UB haben gezeigt, dass so etwas noch lange nicht das Ende ist. Ein Rebranding gepaart mit einem kompletten Wechsel der Führungsebene, könnte die ehemalige Spitzenplattform wieder in die Top 5 bringen.

Vor kurzem tauchten Gerüchte auf, Wynn Resorts wäre an einem Kauf von Bwin.Party interessiert. Vielleicht wird aus der Übernahme nun ein Joint Venture, wobei Bwin.Party sich derzeit mit vielen Interessenten im Gespräch befindet und die ‚Qual der Wahl‘ hat.

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Bwin.Party ist auf jeden Fall eine attraktive Option für eine Kooperation. Denn PartyPoker ist der zweitgrößte Poker Room und ein Zusammenschluss mit der Bwin-Datenbank soll wohl bald über die Bühne gehen. Hinzukommt, dass PartyPoker auch im Besitz der WPT und dem dazugehörigen WPT Club ist, was weitere potentielle Spieler mit sich bringt.

Allerdings muss man noch erwähnen, dass die Regulation noch nicht beendet ist. Bei den Intra State Vorschlägen geht es recht schleppen voran. Die Pläne für Washington D.C. werden immer wieder verworfen und in Kalifornien geht es frühstens im Januar 2012 weiter. Andere US-Bundesstaaten sind noch beim Entwurf. Lediglich in New Jersey wird derzeit weiterhin Druck gemacht.

Auf nationaler Ebene ist der Online Poker Act of 2011 (Barton Bill) ein heißer Kandidat. Da der Endspurt bei den Präsidentschaftswahlen noch bevorsteht, könnte das Gesetz noch bis Ende des Jahres durchgeboxt werden. Zudem macht die American Gaming Association ordentlich Druck in Washington und man erwartet, dass innerhalb der nächsten Wochen die von der AGA unterstützte Rockefeller Bill vorgestellt wird.

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