Glücksspielbranche in Österreich rückläufig – Abwanderung ins Internet

Wie derstandard.at berichtet, erfreut sich das Onlineglücksspiel in Österreich immer größerer Beliebtheit, während das Glücksspiel in den Casinos immer weiter zurückgeht. Eine jüngst veröffentlichte Studie von Kreutzer Fischer & Partner belegt, dass der Branchenumsatz im letzten Jahr um 6,7 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurückfiel. Besonders hoch waren die Umsatzeinbußen bei den Automatenspielen um 9 Prozent und bei den Spielbanken um 11 Prozent. Die Lotteriespiele verzeichneten ein Minus von 4,8 Prozentpunkten. Durch gesetzliche Restriktionen beim sogenannten „Kleinen Glücksspiel“ tauchten immer mehr Spieler ins Internet ab. Habe es 2010 noch 13.675 Glücksspiel-Automaten in Österreich gegeben, seien es diese Jahr nur noch 11.790.

Die Entwicklung des Onlineglücksspiels in Österreich zeigt laut der Studie gegenteilige Tendenzen: Dort stiegen die Bruttospielerträge um rund 2 Prozent auf 93 Mio. Euro. Für das aktuelle und das kommende Jahr wird dem Zocken in Internet ein weiteres Wachstum prognostiziert. Der Bereich Sportwetten steigerte 2010 aufgrund der Fußball-WM in Südafrika sein Volumen stark, wird jedoch 2011 und 2012 wieder schrumpfen.

Für die gesamte österreichische Glücksspiel-Branche wird bis Jahresende ein auf 12,9 Mrd. Euro gesunkener Spieleinsatz vorausgesagt. Die Ausschüttungsquote wird laut der Studie weiter steigen. Je höher die Quote, desto schlechter für die Branche, denn dieser Anteil wird an die Spieler ausgeschüttert und schmälert somit das Ergebnis der Betreiber. Die Gründe der rückläufigen Marktentwicklung liegen laut Andreas Kreutzer, Geschäftsführer von Kreutzer Fischer & Partner, in der Verringerung des Automatenangebots, dem Wettbewerb und einer inzwischen eingetretenen Marktsättigung.

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